Veröffentlicht in Finnmark, Møre og Romsdal, Südnorwegen

Snakk i Norge

Hitzerekorde in Nordnorwegen

Sie sitzen im kreideweißen Sand auf Báhkiljonjárga, einem Strand einige Kilometer außerhalb von Karasjok. Das einzigste Geräusch kommt vom Fluß. Dort fahren Wasserscooter. Sie sind seit zwei bis drei Jahren immer mehr populär hier im Norden. Seit ich lebe, sitzen wir das erste Mal hier draußen mit t-Shirts. An einem normalen Sommerabend tragen wir Wollkleidung und haben eine Decke zum Umhängen. Außerdem sitzen wir in einer Grillhütte oder Lavozelt. Hinter uns spielen sie Volleyball. Es ist so ungewöhnlich warm. Die Wärme hat selbst die Mücken vertrieben. Die Sonne scheint Tag und Nacht, hier 69 Grad Nord. Sie versteckt sich nur einige Stunden hinter der Bergspitze. Bis in die Morgenstunden sitzen sie am Feuer. Kaum zu glauben ist der Kälterekord vom Winter in Norwegen mit 51,4 Minusgrad in Karasjok. Und Mittwoch meldete Yr.no 34 Grad plus, auch ein Rekord. Falls das stimmt, waren es am Mittwoch 85,4 Grad wärmer, als an dem Tag des Kälterekords. Frühere Rekorde sind überholt. 1914 wies das Thermometer in Karasjok 32,6 Grad. 1972 waren es 31,6 Grad.

 

Wieso es in Skandinavien zur Zeit so warm ist, versuchen diese zwei Links zu belegen.

Hitzerekorde in Skandinavien

Rekordverdaechtige-hitze-und-duerre-am-nordkap

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Veröffentlicht in Fjordnorwegen, Møre og Romsdal

Averøy – eine Miniaturausgabe von Norwegen

Für die meisten Touristen ist die Atlantikstraße ein Highlight. Als Gigantisch bezeichnen sie viele Reisende. Einige Besucher sind geteilter Meinung. Meist erfolgt die Ernüchterung. Vor den acht Brücken ist ein Geheimtipp der Abstecher zu der Insel Averøy. Averøy ist die Miniaturausgabe von Norwegen. Steiles Gebirge, Meer, gewaltige Fjorde, Wälder und charmante Orte. Die Vielfalt findet kein Ende. Averøy liegt ganz im Norden der Region Fjordnorwegen, umgeben von Wasser und ist mit einer Seite dem Atlantischen Ozean ausgesetzt. Die Gemeinde ist mit Kristiansund durch einen der tiefsten Unterwassertunnel der Welt verbunden. Auf der anderen Seite der Hauptinsel beginnt der Abschnitt der Reichsstraße 64, der Atlantikstraße. Die Inseln sind Heimat von über 5.000 Einwohnern. “Averøy – eine Miniaturausgabe von Norwegen” weiterlesen

Veröffentlicht in Møre og Romsdal, Norwegische Landschaftsrouten

Norwegische Landschaftsrouten – entlang der Atlantikstraße 7/18, 36 km 3 m ü.d.M

Die Norwegische Landschaftsroute Atlanterhavsvegen verläuft zwischen Karvåg auf der Insel Averøy bis nach Bud in der Gemeinde Fræna in der Provinz Møre og Romsdal. Sie hat eine Länge von 36 km (Straßen 64/242/663/238/235). Wenige Orte bringen den Besucher dem Meer so nahe und lassen ihn einen Teil davon sein wie der Atlanterhavsvegen. Von Kårvåg nach Vevang verläuft die Atlantikstraße zwischen ungeschützten Inseln und Schären, verbunden durch acht Brücken, Dammstraßen und Viadukte. Die Route führt weiter entlang der Küste von Hustadvika, die als Schiffsfriedhof bekannt ist. Nichts ist so mächtig wie das Meer – der seit Jahrhunderten wichtigste Transportweg Norwegens und Einnahmequelle. Die Fischerei benötigte mit der Zeit bessere Verkehrswege, um Handel und Export weiter auszubauen. Die Straße folgt einer Trasse, die ursprünglich für eine Eisenbahnstrecke geplant war. Die ersten Planungen reichen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück; 1935 legten die Behörden diese Pläne endgültig zu den Akten. Die Bevölkerung der Insel Averøy setzte sich mit großem Engagement für den Bau einer Straßen- und Brückenverbindung ein. In den 1970er-Jahren begann die Straßenplanung. Erst 1983 begannen die Arbeiten. Die Arbeitsbedingungen waren schwierig. Ganze 12 Orkane wüteten im Laufe der sechsjährigen Bauzeit. Die Eröffnung der Straße fand 1989 statt. 2005 erfolgte die Kürung zum norwegischen Bauwerk des 20. Jahrhunderts. Zur schönsten Autoroute der Welt erklärte 2007 die englischen Zeitung „The Guardian“ die Atlantikstraße. Bei dieser Wahl ließ sie international bekannte Straßen in Australien und im Himalaja deutlich hinter sich.

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