Snakk i Norge – Spektakuläre Brücke

Eine zwei Zentimeter dicke und 52 Meter lange Hängebrücke aus wetterfesten Cortenstahl kann drei Tonnen Nutzlast per Quadratmeter verkraften. Unglaublich. Sie ist jetzt über dem See Fantesteinsvatn im Sognefjell fertig gestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Brücke ist an beiden Endpunkten auf Gebirgsfelsen befestigt und überspannt. Sie kommt ohne Säulen aus. Die Landschaftsarchiktekturfirma “Dronninga Landskap” erbaute diese spektakuläre Brücke. Fünfzig dieser Brücken sind in der ganzen Welt etabliert. Um für alle die Nationalparks in Norwegen zugänglicher zu machen, ist die Brücke eins von vier nationalen Pilotprojekten. Von der Touristenhütte “Sognefjellshytta” geht es in 1400 m.ü.M. über die neue Brücke auf einen ein Kilometer langen Rundweg. Der Besucher erhält einen prachtvollen Eindruck vom Nationalpark mit einer spektakulären Aussicht zu den Gletschern Smørstabbtindane, Hurrungane og Fannaråki.

Steintürme in Norwegen

In der ganzen Welt bauen Touristen ihre großen oder kleinen Steintürme. Meist zum Spaß für ein Instagramfoto. Aber vielen geht das zu weit. Bisher weitgehend unberührte Orte zeigen diese Steintürme. Sie zerstören das Naturerlebnis für andere. Die Landschaft wirkt nicht mehr unberührt. In Norwegen sind diese Steintürme (Steintårne) Wegweiser. Der Touristenverein pinselt die roten T’s für Tourgeher darauf. Auch wenn schlechtes Wetter im Gebirge herrscht und die Sicht verloren geht, helfen diese Steintårne den richtigen Weg zu finden. “Es gibt vereinzelt Orte in Norwegen, da stehen zu viele selbst gebaute Varder”, bemerkt Margrethe Assev von der Pressestelle des Touristenvereins Den Norske Turistforening, “es ist eine Herausforderung an Orten mit vielen Touristen”. Die Mitglieder des Touristenvereins sehen darin noch kein großes Problem.

 

 

Boykott für die Wölfe

Norwegische Freunde der Wölfe boykottieren den Verzehr von dem beliebten Fårikål und Pinnekjøtt. Auch die gute Schafwurst und Fenalår sind gestrichen. Alles Produkte vom Schaf. Mit dem Boykott sollen die Schaffleischproduzenten und die Bauernorganisation anerkennen, dass in Norwegen ein Bedarf an lebensfähigen Beständen an Raubtieren notwendig ist.

 

FOTO: LARS GANGÅS/STATENS NATUROPPSYN

Selfies für Instagram

Im populären Gebirge Reinebringen in Moskenes auf den Lofoten bauen zur Zeit Sherpas eine Sherpatreppe. Ein Hubschrauber verfrachtet die Steinblöcke nach oben. Deshalb ist die ganze Zeit der Zugang hinauf zum Reinebringen gesperrt. Wächter und Warnschilder mit Absperrungen verhindern den Zutritt. Doch die Tourgeher lassen sich nicht von alle dem abschrecken. Selfies auf dem Reinebringen in Instagram sind den Touristen viel wichtiger. Trotz der Gefahr eines herabstürzenden Steins.

 

  FOTO: NINETTE JOHANSEN

Quellen: NRK und Aftenposten

Beitragsbild: OLE ANDRE REKKEDAL / NRK

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