Veröffentlicht in Sogn og Fjordane

Snakk i Norge

Wieder Toilettenprobleme im Rekordsommer 2018

Müll, Fäkalien und eine schlechte Infrastruktur, das sind die Probleme, die der Rekordsommer 2018 mit dem Tourismus im Vestlandet mit sich brachte. Die Reisebranche Fjord-Noreg fürchten für den Ruf in diesem Landesteil. In Bergen stauen sich die Schlangen vor den öffentlichen Toiletten. In Olden ist die Infrastruktur nicht ausreichend. Es existiert nur eine öffentliche Toilette und es gibt keine Mülltonnen. In Lodalen ist die Lokalbevölkerung aufgebracht über die Touristen. Die benutzen den Wald als Toilette. Die Einwohner sind wütend. Konflikte sind vorprogrammiert. Allerdings ist der Tourismus sehr wichtig und trägt zu Wohlstand und Arbeitsplätzen bei, gerade in ländlichen Gebieten. Vor 7 Jahren gab es schon Hinweise für eine enorme Steigerung des Tourismus. Die Kommunen haben nichts unternommen. Der Hilferuf ging jetzt an die Regierung. Doch die weisen die Kommunen an, die Probleme selbst zu lösen. Ob sich im kommenden Reisesommer etwas ändert?

 

Irritierte Toilettenbesucher in Olden. Es gibt nur eine einzige öffentliche Toilette in Olden. FOTO: SILJE GUDDAL / NRK

Zu viel Touristen und nur eine Toilette

Die Touristin Susie Eyae ist verstimmt. Sie will ihre Zeit nicht in einer Toilettenschlange in Olden verbringen. Sie hat nur einen kurzen Aufenthalt und will lieber etwas von der Schönheit der Natur sehen. Nur eine öffentliche Toilette für mehrere Tausend Touristen pro Tag. Am 1. August war ein neuer Rekord. 9000 Touristen gingen von den Kreuzfahrtschiffen in Olden an Land. Viel zu viel Touristen für nur eine öffentliche Toilette.

Riesenhai verirrt sich in norwegischen Gewässern

Marius Strømmen war mit norwegischen und ausländischen Touristen mit seinem RIP-Boot unterwegs. Sie fuhren um die Insel Vågsøya nordwestlich in Sogn og Fjordane, südlich von Stad. Beim Erreichen von Refiksanden mit seinen kleinen Stränden war da etwas im Wasser. Erst dachten sie an zwei Schweinswale. Aber dort schwamm etwas anderes im Meer. Ein Riesenhai, drei bis vier Meter lang, ein junges Tier. Er kann eine Länge von 13 Meter und ein Gewicht von 5 Tonnen erreichen. Imponierend und sehr selten in Norwegen. Hat der warme Sommer diesen Hai hier her gelockt. Er lebt in wärmeren Gewässern im Atlantik oder Pazifik. Der Riesehai ernährt sich von Plankton und ist völlig ungefährlich. Meist schwimmt er auf der Wasseroberfläche. Schnellboote sind eine Gefahr für ihn.

Ein Riesenhai in norwegischen Gewässern. FOTO: MARIUS STRØMMEN

Wachdienst am Gletscher

Die Luster Kommune ergreift Sofortmaßnahmen nach dem Todesunglück am Nigardsbreen am Sonntag. Ein Wachdienst soll das gefährliche Gebiet sichern. Drei Personen erwischte die plötzlich einsetzende Flutwelle des kalbenden Gletschers. Ein Österreicher kam zu Tode. Die Anderen kamen mit dem Leben davon. Mehrere Touristen beachteten nicht die Absperrungen und Warnhinweise.

 

Jetzt ist ein Wachdienst vor Ort. FOTO: SONDRE DALAKER / NRK

Wohnmobilfieber

In Norwegen geht das Wohnmobilfieber um. In diesem Jahr sind zum ersten Mal mehr als 50.000 norwegische Wohnmobile registriert. Die Händler sehen mit einem breiten Lächeln auf ihren Umsatz. 2700 neue Wohnmobile fanden neue norwegische Eigentümer. Es ist eine Steigerung von 21 % im ersten Halbjahr seit dem Vorjahr.

Neuer Weg zum Preikestolen

Jetzt gibt es eine zweite Möglichkeit den Preikestolen zu erreichen. Ein neuer Kai im Lysefjorden macht das möglich. Über den «gamlevegen» geht es hoch zum Preikestolen. Dieser Tourweg vom See aus ist länger und mehr fordernder für Wanderer.

 

Der neue Kai am Lysefjord wird installiert . FOTO: MAGNUS STOKKA / NRK

Quellen: NRK

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