Veröffentlicht in Hordaland, Sogn og Fjordane, Südnorwegen, Telemark, Troms

Snakk i Norge

Foto PETTER STRØM / NRK

Aufräumaktionen in der Natur

NRK setzt in den nächsten Tagen den Fokus auf “Plastik in der Natur”. In Verbindung damit versucht die Reporterin Oda VIKEN ihren Verbrauch mit Plastik zu vermeiden. Sie fordert Zuhörer auf, ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Aber sie beteiligt sich auch aktiv in der Natur den Müll zu entfernen. Früher aufstehen hat sie in die Tat umgesetzt. Auf dem Weg zur Arbeit füllte sie zwei große Säcke mit aufgesammelten Müll. Eine Stunde und vierzig Minuten benötigte sie dafür. Normal ist sie vierzig Minuten zur Arbeit unterwegs. So viel Müll! Schärft dies das Bewusstsein der Menschen für die Umwelt? Am 3. Mai räumt ganz Norwegen die Natur auf.

Foto: Politi

Erdrutsch im Hardanger

Hinter einer Kurve von Utne kommend musste Rune Skjerveggen Holven hart in die Eisen. Was er da vor sich sah ließ ihm das Blut in den Adern stocken. Gerade war eine Steinlawine auf die Straße abgegangen. Ein riesiger Fels von zwei Meter Höhe und fünf Meter Breite lag auf der Fahrbahn. Erde und Steine polterten weiterhin vor ihm hinunter. Staub lag noch in der Luft. Die Polizei und Feuerwehr erhielt um 18.15 Uhr die Meldung von einer Erd- und Steinlawine. Sie ging bei Trones zwischen Utne und Grimo auf der Straße FV 550 in Hardanger nieder. Offensichtlich kam niemand zu Schaden. Erst nachdem am Dienstag vormittag Geologen die Umgebung untersucht haben, beginnt das Straßenbauamt mit den Aufräumarbeiten. Rune Skjerveggen Holven kehrte um und benutzte die Fähre über den Fjord, um nach Hause nach Haugesund zu kommen. Eine Minute früher, wäre er tot gewesen. Ihn beschützte ein Schutzengel. Autofahrer auf der Westseite des Sørfjorden fahren bis auf weiteres über Jondal und Odda.

 

FOTO: STATENS NATUROPPSYN

Unerwünschtes Vielfraßweibchen mit Jungen in Sørvestlandet

Das Amt für Raubwild in Norwegen legte ein zentrales Vielfraßgebiet für Oppland, Hedmark, Møre og Sør-Trøndelag und nördlich entlang der Grenze nach Kirkenes fest. Vielfraße sind im Süden und Südwesten von Norwegen wegen der Weidetierhaltung nicht erwünscht. Nun tauchten im Sørvestlandet eine Vielfraßmutter mit Jungen auf. Das zum ersten Mal seit dem 18. Jahrhundert. Ob das Muttertier Schäden bei Weidetieren verursachte, ist nicht bekannt. Zur Zeit ist Schonzeit für Vielfraße. Deshalb betäubten Jäger des Amtes für Raubwild das Tier und versahen es mit einem Sender. Die Entscheidung bleibt noch offen, was mit dem Muttertier und den Jungen passiert. In den letzten Jahren trieb sich ein einzelner männlicher Vielfraß in der Suldal Kommune und in Røldal in der Odda Kommune herum. Er verursachte große Schäden bei den Weidetieren. Vergangene Woche erhielten Jäger der Staatlichen Naturaufsicht SNO vom Norwegischen Umweltministerium den Auftrag diesen Vielfraß zu erschießen. Die Jäger fanden Spuren in Vinje in Telemark. Per Hubschrauber erledigten sie das Tier. Eine DNA-Anlyse gibt Aufschluss, ob es sich um den Vielfraß handelte, der in den Kommunen Odda und Suldal unter den Weidetieren in den letzten Jahren wütete.

 

Foto: Naturoppsyn

Rotwild verhungert

Das Rotwild verhungert buchstäblich aufgrund des langen und kalten Winters im Westen Norwegens. Grausam ist es mitanzusehen, wie die Tiere verenden. Hier sind einfach zu viele Tiere. Auf 90 Dekar in Stryn hielten sich nach einer Zählung 100 Tiere Rotwild auf. Deshalb haben Bauern ihre Futterballen mit 3 Meter hohen Elektrozäunen geschützt. Der Verbiss junger Bäume ist hoch. Jäger sind gefragt, um den Abschuss zu erhöhen. 1992 lag die Abschussquote in Stryn bei 300 Rotwild, im vergangen Jahr bei 1098. Das sind immer noch zu wenige Abschüsse. Die Tiere haben im Westen Norwegens keine natürlichen Feinde, wie Wolf und Bär. Sie vermehren sich zu rasch.

Kommt ein kalter Sommer in Südnorwegen?

Übermäßig kalt waren die Temperaturen im März und April in Kristiansand in diesem Frühjahr. Bernt Lie beschäftigte sich mit der Temperaturstatistik der letzten 75 Jahre für dieses Gebiet, was die Temperaturen für die Sommer betrafen. Und das ist ernüchternd. Wahrscheinlich wird es ein kalter Sommer. Nach 11 kalten Frühjahren folgten kalte Sommer, erwies die Temperaturstatistik. Basierend auf die Sommer die nach einem kalten Frühjahr folgten, errechnete er folgende möglichen Ergebnisse:
Mit 54%iger Wahrscheinlichkeit wäre eine sehr kalte Sommersaison und dem Juli möglich. Ein warmer oder sehr warmer Juli und Sommer wiesen 36% aus. 9 % zeigten normale Temperaturen an. Warten wir es also ab.

Quellen: NRK

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