Veröffentlicht in Hordaland, Oslo, Snakk i Norge, Troms

Snakk i Norge

Immer mehr Asiaten reisen nach Nord-Norwegen

Demnächst erobern Inder Nord-Norwegen. Allerdings sind die Flug- und Hotelkapazitäten erschöpft. Vor drei bis fünf Jahren waren zwischen 40 und 60 Asiaten in der Wintersaison als Gäste zu verzeichnen. In diesem Jahr werden es wohl 3000 sein. Die Asiaten sind die wichtigste Touristengruppe für die Reiseunternehmen, die Schneescooter Touren und das Fischen von Königskrabben anbieten. In Nord-Norwegen wird inzwischen die Winterzeit zur Hauptsaison. Die Reiseunternehmen fordern die Politiker auf, den Flughafen in Kirkenes für Langstreckenflüge ausbauen zu lassen. Die Industrialisierung Asiens in den letzten zehn Jahren ließ die Kaufkraft der Mittelklasse deutlich steigen. Von dem dort geschaffenen Wohlstand profitiert Nord-Norwegen am Meisten.

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Quelle: NRK

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Wohnungsmangel in Longyearbyen

Zur Zeit ist ein Bedarf zwischen 30 bis 40 Wohnungen. Bente Næverdal von Statsbygg auf Svalbard hofft 20 Wohneinheiten schnell bauen zu lassen. Die Wohnsituation wird auf Svalbard langsam prekär. 2015 ging eine fatale Lawine vom „Sukkertoppen“ herunter. Dabei kamen zwei Personen ums Leben. Auch zerstörten die Schneemassen elf Wohnhäuser. Ein Wohnhaus mit zwölf Wohnungen sanierte Statsbygg sofort nach dem Ereignis. Im vergangenen Monat zerstörte eine neue Lawine sechs Wohnungen in Longyearbyen. Laut „Svalbardposten“ verwüsteten die Lawinen hunderte von Wohnungen in der Stadt oder sie liegen in Lawinen gefährdeten Gebieten. Der Wohnungsmangel verhindert weitere neue Etablierungen auf Svalbard. Es gab Pläne, Büros für die Ratgeber der Verbraucherstelle und für das Gesundheitsnetz zu errichten, jetzt steht das erneut auf der Warteliste.

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Quelle: NRK

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Geburtstsgsfeier des Königs am Holmenkollen

Am vergangenen Samstag Abend feierte König Harald unkonventionell seinen 80. Geburtstag mit der Jugend von Norwegen. Auf der Gästeliste standen 130 Jugendliche aus dem Königreich. Im Skimuseum vom Holmenkollen lud er zu Würsten, Limonade und Zimtstückchen ein. Sonntag morgens veranstalteten die jungen Leute auf Skiern den „König Harald Staffellauf der Jugendlichen“ am Kollen. Das war das Geburtsgeschenk für den König. Er verfolgte mit seinen Kindern und Enkelkindern diesen Lauf auf der Königstribüne. Für den König hat der Sport eine große Bedeutung. Dieses einfache und unformelle Fest war ganz nach seinen Wünschen.

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Quelle: NRK

Genervt von den Straßenmusikern

Viele finden die Straßenmusiker gehören zum netten Stadtbild. Geschäftsleute von der Lidoecke im Zentrum von Bergen sind genervt. Am Ende der Torgallmenningen steht ein Mann mit einer dicken gefütterten Polyesterjacke und Wollmütze. Er traktiert ein Akkordeon, so gut er kann. Auf dem Boden steht eine blaue Pappschachtel, darin sind ein paar Kronenmünzen. Die Meisten gehen vorbei, ohne diesem Musiker Geld zu geben. Ab und zu fällt eine Münze in die Schachtel. Selbst wenn die Passanten es nett finden, schafft der Straßenmusiker Probleme bei den Geschäftsleuten im Zentrum von Bergen. „Er kann drei Lieder und spielt sie immer wieder aufs Neue. Das nervt. In Ruhe arbeiten ist nicht möglich. Auf den Job konzentrieren, wird schwierig“, meint Arna Gudmundsdottir, die in der Nähe arbeitet. Mehrere sprachen ihn an, ob er mit dem Spielen nicht aufhören könnte. Ohne Erfolg. Der Mann war ein Rumäne und verstand kein Norwegisch. Solange die Straßenmusiker auf öffentlichen Plätzen der Stadt spielen, sieht die Stadtverwaltung keinen Handlungsbedarf. Außerdem darf das Instrument keinem Lautsprecher haben. In London und Paris erfolgen Anhörproben, bevor Straßenmusik erlaubt ist. In Bergen ist das Kontrovers. Im vergangenen Jahr gingen 24 Klagen bei der Polizei wegen der Straßenmusiker ein, in diesem Jahr bisher vier Klagen. Die Polizeistation im Zentrum nimmt die Klagen ernst. Sie sind keine Priorität für sie. Die Polizei bittet die Musiker ein paar Tage zu pausieren oder wenn die Musik zu laut ist, diese zu dämpfen.

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Quelle: NRK

Veröffentlicht in Snakk i Norge, Stryn, Südnorwegen, Troms

Snakk i Norge

Die Winter sind in Südnorwegen kürzer

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Vor allem im Flachland ist der Winter einen Monat kürzer. Der Herbst zieht sich mehr in den Winter und das Frühjahr beginnt eher. Die Meteorologen beobachten das seit einigen Jahren. In den höher liegenden Regionen ist das Gegenteil zu beobachten. Im Gebirge sind die Niederschläge viel ergiebiger, weil es dort kälter ist und es durchweg schneit. In Buskerud varieren die Schneemengen von Jahr zu Jahr, einmal zu viel Schnee, dann wieder zu wenig. In Drammen sind in diesem März, nach einem schneearmen Winter, viele grüne Flächen vorhanden. Einen merkwürdigen Winter erlebte Løypebas in Ringkollen und Åsa in Ringerike. Es war ziemlich mild in der Höhe und sehr kalt im Tal. In Romeriksåsen waren die Skiloipen seit November in Betrieb und in Ringkollen erst seit einem Monat. Die Schneehöhen waren gerade mal 15 bis 50 cm. Üblich sind 70 cm bis 1 Meter.

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Quelle: NRK

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Erlebnistourismus im Geiranger

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Unzählige Touristen kommen zum Geiranger, um Fjord und Fjell zu erleben. Mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 100.000 Kronen will die Stiftung Geirangerfjord Welterbe den Erlebnistourismus etablieren. Es ist zunächst ein Versuchsprojekt, die Bergbauernhöfe für den Tourismus zu öffnen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern. Die Stiftung hofft auf das Verständnis für dieses neue Projekt im Geirangerfjord, die leerstehenden Bergbauernhöfe und Almhütten mit Leben zu erfüllen.

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Quelle: NRK

Kreuzfahrtschiffe in Stavanger

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Am vergangenen Samstag legte das erste Kreuzfahrtschiff „Oriana“ in Stavanger an. 186 Schiffe sollen 2017 anlegen. 19 mehr als im vergangenen Jahr, 11 weniger als im Rekordjahr 2013. Die Partei „die Grünen“ wollen eine Obergrenze. Sie haben nichts gegen die Kreuzfahrtschiffe. Die „Grünen“ wünschen sich einen soliden Touristenbetrieb. Diese Touristengruppe lässt zu wenig Geld in Stavanger, weil Restaurants und Boutiquen an Bord sind. Ein weiterer Grund ist die Verunreinigung durch die Kreuzfahrtschiffe im Hafen, die die Umwelt der Stadt stark beeinträchtigen.
Infolge des Leiters der Kreuzfahrtschiffe in Stavanger, Bang-Andersen, verteilen sich 2017 die Schiffe gleichmässig übers Jahr beim Anlegen in Vågen bis kurz vor Weihnachten. Meistens liegen die Schiffe Samstag und Sonntag am Kai. Früher waren im Sommer die meisten Kreuzfahrtschiffe in Stavanger. In diesem Jahr werden höchstens an drei bis vier Tagen gleichzeitig vier Schiffe ankommen. Er hofft 350.000 Kreuzfahrtturisten 2017 zu begrüßen. Nach einer Untersuchung von Innovasjon Norge geben Touristen von Kreuzfahrtschiffen im Schnitt 860 Kronen am Tag beim Landgang aus. Andere Touristen 1285 Kronen. Stavanger verdient nicht nur an den Touristen. Es kommen noch die Umweltabgaben und Lotsengebühren der Reedereien hinzu. Der Leiter der Kreuzfahrtschiffe unterstreicht, dass das Gewerbe die Umweltproblematik in Stavanger zu Ernst nimmt. Viele Kreuzfahrtschiffe planen ihren Antrieb auf Gas umzustellen, wie es bei der Fjordline bereits der Fall ist.

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Quelle: NRK

Klima bedroht historische Gräber in Svalbard

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Um 1600 strömten britische und niederländische Jäger und Fänger nach Svalbard, um Geld zu verdienen. Viele kehrten nie mehr in ihre Heimat zurück. Sie fanden ihre letzte Ruhestätte auf der Inselgruppe in der Arktik. In Smeerenburg und Likneset nordwestlich von Svalbard sind mehr als 230 Gräber von Jägern und Fängern, die sie dort beerdigten. Der Permafrost bewahrte bisher diese Gräber. In den letzten Jahren lagen die Temperaturen ungewöhnlich hoch. Der Permafrost begann viel schneller zu tauen. In Svalbard sind Kulturstätten wegen der Klimaänderungen in Gefahr. In Longyearbyen beginnen die alten Seilbahnstative zu verfallen. Um der Stranderosion zu entgehen, verlegten die Archäologen vor ein paar Jahren eine unter Denkmalschutz gestellte Fangstation. Im Sommer planen die Archäologen weitere Gräber an der Strandkante zu öffnen. Das Meer spülte viele Gräber aus. Im Landesinneren untersuchen sie Grabstätten auf ihren Zustand. Sind sie noch erhalten? Für den Reichsantiquar Jørn Holme sind die geplanten Ausgrabungen im Sommer sehr wichtig. Er überlegt, wie verwalten wir das Kulturerbe?

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Quelle: NRK

Norwegische Sprichwort der Woche

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Norwegisch: „Da var jeg ikke høy i hatten.“
Deutsch (wörtliche Übersetzung):
„Dann war mein Hut nicht hoch.“
Deutsch (sinngemäße Übersetzung):
„Da kam ich mir ganz schön blöd vor.“