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Bjørnøya 6:6

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Die Tage der Gruppe auf Bjørnøya sind gezählt.
Bjarne, einer der Mitglieder der Gruppe, hält die letzte Zeit in seinem Blog fest (hier einige Auszüge davon):
„Das Ende ist entsetzlich nahe. Wir haben lange gewusst, dass die Ablösung kommt. Und gestern Nachmittag bekamen wir Bescheid, Freitag Vormittag holt die Küstenwache uns ab. Viel zu früh. Wir nahmen an, erst in eineinhalb bis zwei Tagen.
Die Neuen machen einen guten Eindruck. Über die Hälfte von Ihnen waren schon hier gewesen. Damit haben Sie gleich alles unter Kontrolle. … Ihnen ist nicht viel beizubringen, mehr eine Auffrischung. Es wird alles gut gehen.
Jetzt ist Lunchzeit. Danach noch ein paar Einweisungen. Nach dem Essen heute, gehe ich zum „Kapp Olsen“. Dort heisst es, Abschied nehmen, ein Hund begleitet mich. Hoffentlich ohne NRK an den Hacken.
Heute ist Übergabe beim Essen. Klar ist, dass die neue Besetzung die Station jetzt übernimmt….
Dann sitze ich in einem grünen Kübel im Barentsfjord. Viel zu schnell kam alles. Drei Tage und drei Nächte sind wir mit dem Schiff auf der Barentssee unterwegs, bis wir in Tromsø ankommen. Das wird nach allem Anschein noch aufreibend. Hoffe, sie haben eine Bibliothek, die Interessantes beinhaltet.
Im Augenblick gibt es viel zu verdauen. Alle Eindrücke. Alle Plätze. Alle Tätigkeiten und Erlebnisse. Alle Besonderheiten… .
Ich werde mein Zimmer, mein kleines Technikerräumchen, die Ballons mit den Radiosendern und das grüne Plumpsklo nicht vergessen. Ich werde das alles vermissen. Total. Und die Hunde. Als Melancholiker weiß ich, es ist das letzte Mal, die beiden ältesten Hunde zu sehen. Es ist blöd daran zu denken. Ich versuche, mich an alles zu erinnern. Sicher kommt der große Klumpen, der sich in Richtung Hals die letzten Tage bewegt. Ich kenne dieses Gefühl. Es wird morgen schwer und es werden Tränen fließen, ich hab Angst davor… .
Glücklicherweise dokumentiert das alles das Fernsehen. Im Herbst strahlen sie es im ganzen Land aus. Fantastisch war es hier. Froh und dankbar bin ich für alles Erlebte.
So es ist vorbei. Dieses Mal.“

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Der letzte Teil der Dokumentation ist hier zu sehen:

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http://tv.nrk.no/serie/bjoernoeya/dnpr61000613/

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Quelle: NRK

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Bjørnøya 5:6

Die Gruppen veranstalten jedes Jahr ein Quiz. Wann treffen die ersten Schneespatzen auf Björnøya ein? Sie sind das Symbol des Frühlings. Jeden Tag kommen verschiedene Seevögel auf der Insel an. 126 Arten sind registriert. Viele legen eine Pause auf Bjørnøya ein, um weiter nach Svalbard zu ziehen. Eine riesige Kolonie von Polarmöwen brüten auf der Insel. Einige der Gruppe beobachten mit dem Fernglas diese einzigartige Vogelwelt. Sie dokumentieren mit der Fotokamera die wilde Schönheit der Insel.
Einige von der Gruppe gingen mit zwei Hunden auf der Insel auf eine mehrtägige Fjell- und Hüttentour. Auf der Insel gibt es mehrere Hütten. Teltvika, Røyvass, Mjogsjø, Kapp Levin, Skutilen und Russehavna. Kirsti hat sie alle besucht. Die Gruppe wählte die Hütte Skutilen zum Basecamp. Sie lag am Fuß des Fjellmassivs. Sie bestiegen auf ihrer Tour die sieben Fjells Urd, Skuld, Verdande, Antarctic, Alfredfjellet, Fuglefjellet und Hambergfjellet. Abfahrten mit den Skiern bei herrlichem Wetter brachte besonderen Spaß. Hans-Olaf suchte das Wrack eines abgestürzten Flugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg. Er kehrte in die Station zurück, ohne ein Teil gefunden zu haben. Auf alten Fotografien konnte er sich das Wrack ansehen. Es lag noch zu viel Schnee. Kirsti musste als Erste Abschied von Bjørnøya nehmen. Ihr Bruder heiratet und sie muss sich für eine Prüfung vorbereiten. Ein gemeinsames Abendessen mit der Gruppe blieb ihr noch, bevor sie sich am nächsten Morgen von der Gruppe trennte. Es fiel ihr sehr schwer.

Click hier auf das Video:
http://tv.nrk.no/serie/bjoernoeya/dnpr61000513/

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Quelle: NRK

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Bjørnøya 4: 6

Es ist die Natur, das Meer und die Stille. Bjarne Ringstad Olsen weiß nicht, wieviel Stunden er damit verbrachte, auf das Meer zu schauen. Zusammen mit den anderen acht Kameraden/innen reiste der Techniker von Trondheim nach Bjørnøya. Dort sammelte das Team Wetterdaten für das Meteorologische Institut und sendete sie zum Festland. Sie waren von Dezember, Mitten in der dunklen Jahreszeit, bis Juni, nachdem die Mittsommernachtsonne erschienen war, auf der Insel. Um die Zeit in der Einöde herum zubringen, beschäftigten sich die Mitglieder der Gruppe in der hellen Zeit mit allen möglichen Dingen. Sie versuchten sich mit Eisfischen, erkundeten zu Fuß oder auf Skiern die spannende Geschichte der Insel. Teile eines Wracks des abgestürzten Flugzeugs von 1954 liegen herum. 100 Jahre hielten sich auf Bjørnøya Menschen auf. Bis in die 30iger Jahre bauten die Norweger Kohle ab. Danach war Schluss. Nur noch die Radio- und Wetterstation sind übrig geblieben. Überall liegen die verfallenen Überreste aus dieser Zeit herum.

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http://tv.nrk.no/serie/bjoernoeya/dnpr61000413/

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Quelle: NRK

Foto: Kari Finstad