Veröffentlicht in Nordland

Norwegische Landschaftsrouten – Lofoten 5/18, 184 km mit Abstechern 230 km

Steile Felswände und teils bis zu 1000 Meter hohe, mit Schnee bedeckte Berge ragen aus dem Atlantik. Dazwischen liegen liebliche Täler und geschützte Buchten mit feinen Sandstränden. Die Gegensätze der Lofoten bilden ein einzigartiges Landschaftsbild. Ein Ort scheint idyllischer als der nächste, rote Fischerhütten und bunt bestrichene Holzhäuser verleihen den Inseln einen besonderen Charme.
Fischerdörfer wie Kabelvåg, Henningsvær, Nusfjord oder Reine mit den charakteristischen Rorbuern (Fischerhütten) mit malerischer, historischer Bebauung, das Wikingermuseum Borg und die stattlichen Häuser der ehemaligen Dorfherren sind Teil des farbenfrohen Kulturerbes. Auch die Kunst, inspiriert von der dramatischen Landschaft, findet ihren Ausdruck – in Galerien, aber auch als Skulpturen mitten in der Natur oder Garagentor-Graffiti.
Der Abschnitt Lofoten der Norwegischen Landschaftsrouten verläuft über 197 km von Raftsund bis zur äußersten Südspitze des Archipels in Å. (E10) mit Abstechern nach Nusfjord (Straße 807), Vikten (Straße 811), Utakleiv (Straße 825), Unstad (Straße 992), Eggum (Straße 994) und Henningsvær (Straße 807). Die Strecke hat eine Gesamtlänge von 230 km. Mit den Schiffen der Hurtigruten, Fähren und der E6 lässt sich die Strecke mit anderen Norwegischen Landschaftsrouten kombinieren. Die gesamte Strecke führt auf der Fernstraße Rv10 entlang, ohne eine Fährverbindung nutzen zu müssen.. Fähren sind oft eine Alternative.

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Attraktionen entlang der Landschaftsroute Lofoten

Å...

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Auf den Lofoten gibt es noch zahlreiche Fischerdörfer. Der Ort Å liegt an der Südspitze der ca. 80 Inseln umfassenden Inselgruppe. In Å ist heute ein Fischerdorfmuseum, das am besten erhaltene Ensemble.
Mehr Infos über Å: http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=437

 

Von den alten Häusern in Å beginnt die Norwegische Touristenroute in den Lofoten. ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Moskenes

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Die bizarr gezackte Moskenesøy, die äußerste Insel der zusammenhängenden Kette, ragt wie eine Speerspitze in den Golfstrom hinein. Die Besiedlung der Lofoten konzentriert sich auf die geschützte Innenseite der Inselkette. Hier stößt der Besucher auf zahlreiche malerische Fischerdörfer mit umfangreicher historischer Bebauung wie Moskenes. In diesem kleinen Kirchort befand sich dort, wo heute die Kirche steht, um 1400 ein Kloster. 1564 ist zum erstenmal schriftlich der Bau einer Kirche erwähnt.

 

Reine Kirche in Moskenes, Nationale Touristenroute in den Lofoten. © Foto: Steinar

Reinehalsen

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Reinehalsen befindet sich am Fuße des Bergs Reinebringen, dem Hausberg von Reine. Die senkrechte Wand zählt zu den bekanntesten Fotomotiven Norwegens. Er ist mit 442 Meter nicht gewaltig hoch. Der Blick aus der Vogelperspektive auf Reine, die bizarren Berge und die blauen oder türkisfarbenen Fjorde ist überwältigend.

 

Rastplatz am Reinehalsen an der Norwegischen Landschaftsroute in den Lofoten, ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Akkarvikodden

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Auf der Insel Moskenesøya in südwestlicher Richtung ist der Rastplatz Akkarvikodden. Der Blick auf das Meer im Südosten ist faszinierend. Der Rastplatz hat horizontale Flächen und deutliche Linien; zum Sitzen dienen Möbel aus Granit. Die charakteristische Form des Toilettengebäudes orientiert sich an den steilen Berghängen inmitten der rauen, kahlen Natur des Vestfjords. Der starke Winde des Atlantik fegte das letzte Klohäuschen weg, deshalb entwarfen die Architekten Manthey Kula/ Landschaft- Landskapsfabrikken AS – Inge Dahlman dieses kleine, schwergewichtige Gebilde. Der Blick auf die Landschaft ist offen und vom Inneren des Häuschens durch eine Glasblende ist die grandiöse Aussicht möglich. Eine ausgewogene Mischung aus Stahl, Glas und Beton dominiert den Innenraum und macht den Anblick des stillen Örtchens zu etwas Besonderem. Mit einem zehnten Platz für die Anlage „Akkarvikodden“ an der Landschaftsroute Lofoten konnte sich beim Toiletten-Ranking des DesignCurial-Magazins erstmals ein norwegisches „Klo“ unter den Top Ten der Welt platzieren.

 

Toilettenanlage „Akkarvikodden“ an der Landschaftsroute Lofoten ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Nusfjord

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Welches Fischerdorf ist das schönste im Land? Nusfjord hätte in diesem Wettbewerb beste Chancen: In einer stillen Bucht unter den mächtigen Bergflanken der Lofoteninsel Flakstadøya präsentiert es sich malerisch in Ocker und Rot. 1975, im Europäischen Jahr für Denkmalschutz, erkor die Unesco es zu einem der drei Pílotprojekte zur Erhaltung des spezifisch norwegischen Baustils.
Noch mehr über den Nusfjord: http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=439

 

Nusfjord in Flakstad, et av Lofotens best bevarte fiskevær. Nusfjord inngår som et punkt på Nasjonal turistveg Lofoten ved at Statens vegvesen har bidradd med planarbeid til parkeringsløsning like utenfor den verneverdige bebyggelsen. ©Foto: Trine Kanter Zerwekh / Statens vegvesen

Rambergstranda

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Ramberg befindet sich in wunderschöner Lage in der Bucht Jusnesvika. Umgeben von grünem Gras, blauem Meer und majestätischen Bergen ist der Rambergstrand ein überwältigendes Erlebnis. Auf einem schmalen Weg aus Holzschwellen gelangt der Besucher direkt zum kreideweißen Strand hinunter. Die Kirche Flakstad in Ramberg errichtet 1780 aus russischem Bauholz, das nach einem Schiffbruch an Land trieb.

 

Den Weg östlich vor Ramberg, bestehend aus Holzschwellen, nutzen die Besucher, um vom Parkplatz aus den herrlichen Sandstrand zu erreichen.Arkitekt: Askim/Lantto – Niels Marius Askim. ©Foto: Trine Kanter Zerwekh / Statens vegvesen

Vikten

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Zwischen steilen Bergen an der Küste der Flakstadøya liegt der Ort Vikten – er ist gegen die Unwetter stark ausgesetzte Aussenseite der Inselgruppe ausgerichtet. Hier rollt das Nordeismeer jahrein und jahraus heran und schleift Steine zu schönen Skulpturen. Hier taucht die Mitternachtssonne die Landschaft in warme Töne. Hier hat der Besucher die Möglichkeit, dem Künstlerehepaar Åse und Åsvar Tangrand zu begegnen. Groß und Klein versuchen sich als Glasbläser, um schöne Kunstwerke aus recyceltem Glas mit Quarz von den Lofoten herzustellen.

 

©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Utakleiv

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Im Norden der Insel Vestvågøya liegt der Strand Utakleiv. Unzählige Felsen in unterschiedlicher Form und Größe reihen sicht entlang des Strandes. In der Ferne erheben sich die Gipfel des Skolmen und Medskolmen. Der Strand Utakleiv bietet eine Kulisse, die Fotografen-Herzen höher schlagen lässt.

 

E10-Utakleiv, ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Leknes

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In dem kleinen Ort Leiknes stößt der Besucher auf eine Reihe von Felszeichnungen, die zu den ältesten Norwegens zählen. Am besten sind die eingeritzten Bilder im Abendlicht erkennbar. In Fygle bei Leknes gibt es ein Heimatmuseum mit einem original eingerichteten Klassenzimmer, das über 100 Jahre alt ist. Süd-östlich von Leknes liegt die älteste Kirche der Lofoten mit einem noch älteren Altar, der aus einer anderen Kirche des Mittelalters stammt.

Gårdsvatnet

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In den Sumpfgebieten im Nordwesten der Insel Vestvågøya herrscht ein reges Vogelleben. Am Skjærpvatnet, Gårdsvatnet und Storeidvatnet gibt es drei 6,5 Meter hohe Vogelbeobachtungstürme. Die entsprechend aufgestellten und konstruierten Türme, ermöglichen den Vögel ein ungestörtes Brüten.

 

Vogelaussichtsturm,©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Unstad

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Die mächtigen Atlantikwellen, die sich in der Bucht von Unstad auftürmen, sind in Surferkreisen heiß begehrt. Profis kommen im stürmischen Herbst und Winter, während Anfänger im Sommer perfekte Bedingungen finden.
Noch mehr über Unstad: http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=43

Eggum

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An der Küste der Insel Vestvågøy befindet sich verlassen zwischen Meer und Bergen das alte Fischerdorf Eggum. Hierher kommen viele Reisende, um die Mitternachtssonne zu erleben. Direkt hinter dem Ort erhebt sich die Steilwand der Middagsheia. Unterhalb des Hanges liegt ein leuchtend grüner, grasbewachsener Moränenrücken. Eggum ist einer der schönsten Fischerorte der Lofoten. Auffallend sind die vielen bunten Häuschen. Das Gewässer vor Eggum birgt seine Risiken und ist für auswärtige Fischer nicht befahrbar. In den Jahren 1910, 1945 und 1969 verloren hier viele Fischer bei Schiffsunglücken ihr Leben. Auch mit der heutigen Technik ist keine absolute Sicherheit gegeben. Bei Sturm rechnen die daheim gebliebenen Fischerfrauen immer noch mit dem Schlimmsten. Direkt am Ortseingang ist ein schöner mit Felsen durchsetzter Sandstrand, der bei gutem Wetter zum Baden einlädt. Eggum besitzt einen der schönsten Kieselsteinstrände der Lofoten. In der Form eines Amphitheaters angelegt, sind der Rastplatz mit Parkplatz und Toiletten zum offenen Meer gewandt. Westlich vom Rastplatz steht ein raffiniertes Kunstwerk von Markus Raetz: ein Kopf, der auf das Meer blickt und – je nach Blickwinkel des Betrachters – richtig herum steht oder auf dem Kopf.

 

Toilettenhäuschen mit Kiosk,©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Torvdalshalsen

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Auf einem Höhenzug südlich des Torvdalsvatnet liegt der Rastplatz Torvdalshalsen mit der besten Aussicht von der Insel Vestvågøya. Eine lange Schutzwand mit Bänken fängt die Sonnenwärme ein und schützt vor Wind und Wetter.

 

Rastplatz, windgeschützt, mit toller Aussicht ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Gimsøystraumen

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Der Gimsøystraumen ist eine 18 km lange Meerenge zwischen Vestvågøy und Vågan. An der Brücke, die die beiden Inseln miteinander verbindet, befindet sich ein Jugendhaus mit Park- und Rastmöglichkeiten. Das Gebäude hat die Form eines großen Steins und erinnert an die Findlinge aus der Eiszeit. Gimsøy hat außer der Brücke über den Gimsøystraumen nicht so große Attraktionen zu bieten. Die Landschaft Gimsøys wird durch weite, flache Moorgebiete geprägt, nur im Südosten der Insel liegt eine Reihe von höheren Bergen, deren höchster 762 m misst. Im Westen der Insel ragt einsam aus der Landschaft der Berg Hoven (368 m) heraus.

 

Das Jugendhaus in herrlicher Landschaft, ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Henningsvær

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Henningsvær erstreckt sich über ein Insellabyrinth unter dem 942 Meter hohen Vågakallen. Ein malerischer Hafen, von einer Mole beschützt, bildet den Kern, um den sich dicht die Häuser schmiegen. Um das Dorf stehen die Gerüste zum Trocknen der Fische. Eine elegante Brücke verbindet Henningsvær mit dem restlichen Lofoten. Henningsvær – das „Venedig der Lofoten“ – bietet mit seinen dicht gedrängten Häusern, Fischerhütten, Booten und gewaltigen Bergen faszinierende Fotomotive.
Noch mehr über Henningsvær: http://www.nordnorge.com/no/?News=124&artlang=de
http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=277

Kabelvåg

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Die monumentale, an der Straße thronende Lofotenkathedrale von 1898 leitet den Reisenden nach unten zum alten Zentrum des Archipels, Kabelvåg, in ein kleines romantisches Fischerdorf. Der Ort ist beschaulich. Kaum vorstellbar, dass hier früher eine Art Zentrum der Wikinger existierte. Kabelvåg ist einer der ältesten Fischerorte auf den Lofoten, früher einer der grössten in der Region.
Infos über die Lofotenkathedrale: http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=279
http://www.nordnorge.com/de/lofoten/?News=176

Svolvær

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Svolvær verteilt sich malerisch über Inseln und Holme, überragt von Ehrfurcht gebietenden Bergriesen, an deren Flanke die Felsformation Svolværgeita hervorsticht. Svolvær zieht Naturliebhaber und Abenteuerlustige an – und Künstler, die nach dem besonderen Licht suchen. Das Eismuseum in Svolvær, eröffnet im Jahre 2004, ist Norwegens erste Galerie und Bar aus Eis. Der Begriff “Museum” ist hier fehl am Platze. Die Skulpturen erzählen vom Leben auf den Lofoten, den hart arbeitenden Menschen, der unberechenbaren Natur, vom Aberglauben und von alten Traditionen. Um die Kunstwerke aus Eis ins rechte Licht zu setzen, sind sie dramatisch beleuchtet, mit Bildern ausgeschmückt und mit Musik.

https://www.visitnorway.de/listings/magic-ice/134656/

Austnesfjorden

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Auf einer Landzunge südlich vom Sildpollen befindet sich der Rastplatz Austnesfjorden. Ein angelegter Holzweg zum Schutz des Geländes schwebt über der Landschaft bis zur Spitze der Landzunge Austneset. Vom Weg kann der Besucher weit bis zur alpinen Küstenlandschaft und zur Kapelle von Sildpollneset blicken.

 

Aussichtspunkt mit Rastplatz an der Nationalen Touristenstraße in den Lofoten Austnesfjorden in Vågan, Austvågøya. ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Grunnfør

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In Grunnfør, an der Küste der Insel Austvågøy zwischen Fiskebøl und Vestpollen, befindet sich ein Haus für Fahrradtouristen. Der Ort mit seiner schönen Aussicht auf das offene Meer und die Vesterålen eignet sich perfekt für eine Pause.

 

Hier können die Radtouristen mit herrlicher Aussicht Pause machen, ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Der Raftsund

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Seit Erweiterung der Europastraße E 10 bis in den Raftsund ist dieses Gebiet dem automobilen Touristen zugänglich. Und ab Dezember 2007, mit Eröffnung der „Lofast“, ist der Raftsund das fährenfreie Tor zu den Lofoten. Wer aufmerksam durch die Landschaft des Raftsundgebietes fährt, von Myrland bis in Storfjell, der wird viele Landschaften Norwegens erkennen. Das Raftsundgebiet ist gleich Norwegen en Miniature

 

©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

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Link Geschichte über die Lofoten http://www.kneissltouristik.de/de/lofoten/

Quelle: Nasjonale Turistveger

Beitragsbild: Hamnøy, ©Foto: Steinar Skaar / Statens vegvesen

Ein Kommentar zu „Norwegische Landschaftsrouten – Lofoten 5/18, 184 km mit Abstechern 230 km

  1. Heute machst du so richtig ‚Werbung‘ für dein Lieblingsland. — Wenn man diese großartigen Aufnahmen sieht, bekommt man schon Lust auf Norwegen. Das muss ich schon sagen. Man kann die klare Luft sogar auf den Bildern sehen, finde ich.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag! Martina

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