Veröffentlicht in MÞre og Romsdal, Oppland, Snakk i Norge, Svalbard

Snakk i Norge

 

Stirbt der Sennenbetrieb in Norwegen aus?

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Um 1900 bevölkerten die Sennerinnen ĂŒberall das norwegische Gebirge. Auf ungefĂ€hr 100.000 Sennen schickten die Bauern ihre KĂŒhe, Schafe und Ziegen zu den Almwiesen, damit sie im Sommer fett wurden. Heute sind nur noch ĂŒber 900 Sennen in Betrieb. Über 99 % der Sennen, die vor 100 Jahren in Betrieb waren, sind von der norwegischen Landkarte verschwunden. Die Konsequenz ist, dass die GebĂ€ude verfallen, die Landschaft auf den Almen verwildern und alte Traditionen geraten in Vergessenheit. Sechs von zehn Sennen, die noch existieren, benutzen die Bauern heute fĂŒr die Freizeit. MilchplĂ€tze und Scheunen weichen Solarpanelen und Terrassen. Scheunen, StĂ€lle und HĂ€uschen zur KĂ€seherstellung verloren ihre Funktion und verfallen. Nur die SennenhĂŒtten halten sie instand. Von 1.700 registrierten Sennen sind dreiviertel der SennenhĂŒtten bewahrt. Davon sind die HĂ€lfte der StĂ€lle intakt, aber nur ein Viertel der Scheunen. Übernimmt jetzt der Tourismus den Sennenbetrieb? Erhalten die Sennerinnen eine Umschulung zum Gastbetrieb? Keineswegs. Weniger als ein Prozent arbeitet im Tourismus. Sie servieren Speisen und kĂŒmmern sich um ÜbernachtungsgĂ€ste. Einige kombinieren den traditionellen Betrieb auf der Senne mit Tourismus. Sennen mit Milchproduktion und KĂ€seherstellung sind fĂŒr Besucher geöffnet. Vier Prozent der aktiven Sennen betreiben Milchproduktion. Drei von zehn nutzen die Wiesen zur Heuproduktion. Die Provinz Oppland hat 350 Sennen. Die meisten aktiven Sennen von Norwegen.

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Quelle: NRK

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Auf der Suche nach Naturperlen in NordmĂžre

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Steile FelswĂ€nde, MorĂ€nerĂŒcken und Terrassen bilden ein fĂ€cherartiges Flusssystem, in dem sich sieben WasserlĂ€ufe treffen. Drei der FlĂŒsse mĂŒnden in beeindruckende WasserfĂ€lle unten bei Åmotan. Das einzigartige NaturphĂ€nomen in Åmotan in Sunndal ist nicht lĂ€nger nur den Vitalen vorbehalten. Mit der neuen Traktorsafari ist dieses Gebiet jetzt fĂŒr alle zugĂ€nglich und die Natur wird jedem nĂ€her gebracht. Die KĂŒhe tauschten die Anbieter der Tour mit FĂŒhrern und Touristen aus. Der Traktor mit AnhĂ€nger fĂ€hrt zwischen Berg und Tal in Sunndal herum und bringt die GĂ€ste nĂ€her an die WasserfĂ€lle und FlĂŒsse. Lokale und auslĂ€ndische Besucher sind herzlich willkommen, die herrliche Umgebung ruhig ohne Stress zu genießen. Um die unvergessenen Perlen zu erblicken, dauert die Fahrt eine Weile. Die Traktorsafari ist fĂŒr die GĂ€ste spannend und etwas anderes, ein schönes Erlebnis. Die Sitze sind mit Rentierfellen nett dekoriert und wenn die Tour im AnhĂ€nger etwas holprig ist, hat sie einen gewissen Reiz.

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Quelle: NRK

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AufrÀumarbeiten der StrÀnde in Svalbard

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Seit 17 Jahren arrangiert der Sysselmann jedes Jahr Fahrten, um die StrĂ€nde von Svalbard von Freiwilligen aufrĂ€umen zu lassen. Der damalige Sysselmann, Morten Ruud, ergriff im Jahr 2000 die Initiative und startete die Aktion. Ausgangspunkt war, der heimischen Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, aktiv Umweltarbeit zu leisten. Gleichzeitig war das fĂŒr Viele ein schöner Ausflug. Zwei Fahrten fanden dieses Jahr statt. Vom 10. bis 14.Juli und eine Woche spĂ€ter vom 17. bis 21. Juli. Die Arbeiten dauerten jeden Tag 8 Stunden.
Jetzt beendete der Sysselmann die jĂ€hrlichen AufrĂ€umarbeiten in Svalbard. 60 Kubik Abfall entfernten ca. 100 Teilnehmer bei den AufrĂ€umaktionen von den StrĂ€nden. Etwas weniger MĂŒll, als im Vorjahr. Da waren es 93 Kubik. Dieses Mal nutzten die Helfer wegen der Wetter- und EisverhĂ€ltnisse die Tage nicht voll aus. In den vergangenen Jahren setzten die AufrĂ€umer mehr die Nordseite in den Fokus. Dieses Jahr nahmen sie sich den Bellsund, in der Agardhbukta auf der Ostseite von Spitsbergen vor. Allerdings war der Haupteinsatz auf HalvmĂ„neĂžya auf der SĂŒdspitze von EdgeĂžya. Abfall der Fischereiwirtschaft und verschiedener Plastikabfall von Haushalten sind die Hauptkatagorie von MĂŒll, der aus verschiedenen LĂ€ndern an den StrĂ€nden entlang von Svalbard landet. Unter der AufrĂ€umaktion benutzten sie das Schiff „Polarsyssel“ als Basis. In den 17 Jahren sammelten die Helfer enorme Mengen an MĂŒll, der sonst liegen geblieben wĂ€re. Das hilft. Der Umfang und das Problem ist nicht zu lösen. Ziel kann nicht sein, alle StrĂ€nde von MĂŒll zu befreien, was unmöglich ist. Ziel muss sein, die Reduzierung von MĂŒll, der im Meer landet.

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Quelle: Svalbardposten

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Die wilden Rentiere benötigen Schutz vor dem Moschusochsen-Tourismus

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Nur im Dovrefjell kann der Besucher Moschusochsen erleben. Es ist der einzige Ort in Norwegen. Das zieht Tausende von Touristen jedes Jahr in den Nationalpark. Ein groß angelegtes Forschungsprojekt ergab, wilde Rentiere verkraften wenig Störung. Der belastende Tourismus vertreibt sie. Die Grenze ist erreicht, was den Strom der Besucher in das Tal „StroplsjĂždalen“ anbelangt. Eine jahrelange ZĂ€hlung ergab, dass 10.000 Touristen jĂ€hrlich von Kongsvoll aus die Moschosochsenherde aufsuchen. Die Moschusochsen ziehen die Touristen an. Deshalb sind Wege nötig, die die Rentiere nicht tangieren. Nun hat die Norwegische Naturaufsicht einen neuen Pfad angelegt, damit die Rentiere ihre Ruhe haben. Zweck des neuen Weges soll den Besucherstrom in das SnĂžhetta-Gebiet reduzieren. Gleichzeitig ist es der Wunsch der Naturaufsicht, das Dovrefjell und das Sunndalsfjell als Erlebnis zu prĂ€sentieren. Die Hauptsache ist, den Weg so anzupassen, dass die Besucher in den Nationalpark kommen, ohne zu weit in die empfindlichen Gebiete einzudringen. Der neue Weg geht von dem Kongsvold Berggasthof nach GrĂžnbakken. Die Trasse ist abgeholzt und aufgerĂ€umt. In Begleitung mit Pferden erfolgte eine ÜberprĂŒfung des Pfads. Der ganze Weg ist 14 Kilometer lang und hat mehrere Etappen zur Wahl. Die kĂŒrzeste Strecke ist 2,4 Kilometer, um Moschusochsen zu erleben. Überall sind Schilder aufgestellt, mit der Angabe, wie lang die Distanz zum Startpunkt zurĂŒck oder die nĂ€chste Wegkreuzung ist. Die Naturaufsicht hĂ€lt die ZĂ€hlung der Besucher weiter aufrecht und sie beobachten, ob der gewĂŒnschte Effekt erzielt ist.

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Quelle: NRK

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Acht Etagen hohe HochhĂ€user in der HĂŒttenstadt SjusjĂžen?

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Der aus Brumunddal stammender Investor Arthur Burghardt hat ein großes Herz fĂŒr SjusjĂžen. Hier ging er als kleiner Junge Ski laufen, als die Leute noch mit BretterhĂŒtten ohne Strom und fließendes Wasser zufrieden waren. Heute wohnen die Menschen gerne nachhaltig und zentral. Deshalb plant Buchardt 70 Wohnungen in drei HĂ€usern mit acht Etagen aus umweltfreundlichen Leimholz und Massivholz bauen zu lassen. Das markiert die HĂŒttenstadt SjusjĂžen auf neue Art und Weise.
Der HĂŒttenbesitzer Per BrĂ„then, ein Pensionist und Pendler zwischen Oslo und SjusjĂžen, meinte: „Das hat nichts mehr mit der Gebirgslandschaft zu tun.“
„Ich meine, es ist schön, dass andere die gleiche Freude in SjusjĂžen haben, wie meine Familie und ich seit 1950. Aber das ist der Gipfel“, sagt Elisabeth Daae, HĂŒttenbesitzerin aus Oslo.
Arthur Buchardt bekam von den Politikern und Mitarbeiter der Ringsaker Kommune positive RĂŒckmeldungen. Dieser attraktive Bau von Freizeit-Immobilien fĂŒr SjusjĂžen erweitert Norwegens grĂ¶ĂŸte HĂŒttenstadt, die zur Zeit mehr als 1800 FerienhĂ€user zĂ€hlt.
Die Wohnungen in den drei HĂ€usern, die Burchard zusammen mit Leif Atle Viken aus Moelv bauen will, sind 70 bis 100 Quadratmeter groß und haben zwei bis drei Schlafzimmer, Terrasse mit Blick auf den SjusjĂžvatnet. Es existiert eine alternative Planung fĂŒr sechs Etagen. Das GrundstĂŒck ist vorhanden, nördlich vom Graatenseter mit einem im Bau befindlichen neuen, großen Supermarkt.
„SjusjĂžen ist attraktiv wie nie“, sagte Anne Gunn Kittelsrud, Planungschefin in der Ringsaker Kommune, „viele Baufirmen wollen mitmachen, bei dem Wachstum.“
„Die PlĂ€ne stehen im Gegensatz zu den geltenden Regeln fĂŒr das Gebiet. Es erfordert einen detaillierten Regulierungsplan mit der Darlegung aller daraus resultierenden Konsequenzen.“, sagt Kittelsrud.
NRK hat Architekten ĂŒber die HochhausplĂ€ne in der Gebirgsregion befragt. Ohne nĂ€here PlĂ€ne gesehen zu haben, nehmen Sie keine Stellung. Einige weisen darauf hin, dass es befremdlich sein kann in einem Gebiet mit niedrigen Gebirgsformationen, andere halten das fĂŒr eine nĂŒtzliche Lösung, die „Bewegung“ bringt.
„Tatsache ist, dass in der Zukunft immer dichter, auch HochhĂ€user, im Gebirge gebaut werden“, sagt der Tourismusforscher Thor Flognfeldt, der jahrlang die Entwicklung der Reiseziele ins Gebirge studierte.
Arthur Buchardt ist enthusiastisch und erzĂ€hlt, dass Ă€ltere HĂŒttenbewohner sich interessieren, eventuell in eine der Wohnungen in die HochhĂ€user zu ziehen.
Es sind neue Zeiten. Viele wollen gerne bequem wohnen und die schönsten Skiloipen der Welt nutzen.
Dann wird der Plan umgesetzt?
Ja, wir setzen darauf, mit dem Bau im nÀchsten Herbst zu beginnen.

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Quelle: NRK

2 Kommentare zu „Snakk i Norge

  1. Das waren alles hoch interessante Berichte: HochhĂ€user im Gebirge? – Hört sich eigenartig an. – An Naturperlen dĂŒrfte es nicht mangeln in Norwegen und die Menschen aktiv am Umweltschutz zu beteiligen ist großartig. – Am meisten hat mich aber erstaunt, dass soooo viele Senner ihre Arbeit aufgegeben haben. Das ist beĂ€ngstigend! – LG nach Norwegen!
    Martina

  2. was alles geschieht in Norwegen, spannend zum lesen wie manche aktiv werden und anderes ist traurig wenn immer mehr die Senner aufhören..
    alles verĂ€ndert sich nicht nur zum guten…

    Ich wĂŒnsche dir einen schönen Urlaub und ich hoffe ich darf einige Fotos sehen davon !
    Lieben Gruss Elke

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