Veröffentlicht in Buskerud, Oppland, Sogn og Fjordane, Troms

Snakk i Norge

 

Warme Mützen im Juli

Die letzten Tage erlebte Dagali in Buskerud morgens minus 1 Grad °. Die letzten zehn Jahre gingen im Juli 21 mal die Temperaturen unter Null. Der Ort liegt 800 Meter hoch. Auch Hemsedal und Geilo erlebten die letzten Jahre morgens Minusgrade. Bei einer wolkenfreien Nacht sinken die Temperaturen. Gleichzeitig ist es tagsüber bei Sonnenschein sehr warm.
In der vergangenen Woche klopfte es an der Ladentür von Knut Erik Olsen in Geilo. Er betreibt das Sportgeschäft Intersport und hatte an diesem Tag geschlossen. Vor der Tür stand eine Gruppe von Damen und benötigte Hilfe. Zwölf Mädels aus Peru, bekleidet mit kurzen Hosen und Baumwollhemden, kamen mit ihren Fahrrädern aus Oslo und waren weiter unterwegs nach Ålesund. Sie froren und brauchten dringend warme Kleidung. Sie waren nicht auf die kalte Sommerzeit in Norwegen vorbereitet. Das Thermometer zeigte an mehreren norwegischen Orten Minusgrade im Juli. Sie waren nicht die einzigen, die nach warmer Kleidung fragten. In Geilo waren im Sportgeschäft die Mützen ausverkauft. Wenn in Dagali Minusgrade herrschen, ist es weit oben in der Hardangervidda und im Hallingskarvet noch viel kälter. Charlotte Kleven, die die letzten sieben Jahre in der Finsehütte in eine Höhe von 1223 Meter arbeitet, erlebte diesbezüglich einiges.Touristen brachen mit Baumwollhemden und Capri-Shorts zu einer Tour ins Gebirge auf. Sie drehten schnell wieder um, weil es zu kalt war. Oft kennen ausländische Touristen nicht die Verhältnisse im norwegischen Gebirge. Sie kleiden sich nicht angepasst. In ihren Zelten übernachten sie irgendwo in der Gegend. Im Laufe der Nacht kommen sie frierend an und bitten darum, sich bei uns aufzuwärmen. Charlotte Klevens Rat: Packe Handschuhe, Mütze und Wollunterwäsche ein. Und natürlich regen- und winddichte Kleidung. Es ist besser zu viel, wie zu wenig einzupacken.

Quelle: NRK

Die Aussicht wächst zu

Ein zunehmendes Problem in den letzten Jahren ist das Zuwachsen von Straßen, Wegen und straßennahen Aussichtspunkten. Es sind „Grüne Tunnel“, wie Marita Lindvik, die Leiterin in Visit Nordfjord feststellte. Sie verbergen die schönen Aussichten der herrlichen Landschaft für die Touristen. Sie sehen entlang der Straßen keine Fjorde und keine Aussichtspunkte. Die bisher durchgeführten Projekte der Landschaftspflege kommen nicht nur den Touristen zu Gute, auch die Lokalbevölkerung profitiert davon.
2017 erhielt Sogn og Fjordane 9,2 Millionen Kronen, um die Arbeiten fortzusetzen und die Landschaft von zu vielem Grün zu befreien. Ein gefüllter Topf von Mittel, die auf Anträge warten. Bislang sind nur zwei Millionen verteilt. Die Provinzagronomin in Sogn og Fjordane, Liv Astrid Nordheim Kusslid, hofft auf Anträge für die Gelder. Bauern, Vereinigungen, Vereine, Bauunternehmen und Kommunen sind gefragt. Viele Bauern sehen die Möglichkeit den Wildwuchs der Weiden an den Straßen mit diesen Geldern zu entfernen. Das anfallende Holz nutzen sie selbst und erhalten mehr Weideland. Durch die Arbeiten ist die Aussicht für die Allgemeinheit verbessert und die Kulturlandschaft bleibt erhalten.

Quelle: NRK

Mehr Geld für Asphaltierung im Norden

Auf der Strecke zwischen Nord Gratangen und Lavangen in Troms melden Auto- und Lastkraftfahrer von Schreckenserlebnissen.
„Hast du ein Gebiss, musst du es herausnehmen und sicher in die Tasche stecken, sonst fällt es während der Fahrt heraus“.
„Du hoppst wie verrückt im Auto herum und es geht kaputt, falls du in ein Schlagloch krachst“
„Nicht nur die Löcher brauchen Asphalt. Hier muss komplett für die ganz Straßen eine neue Ashaltierung her“.
Auch auf der Strecke Fylkesvei 1 in Ervika außerhalb von Harstad sind schlimme Schäden. Das Straßenamt warnt mit Schildern vor Straßenschäden und Vorbeifahrende steckten norwegische Flaggen in die Löcher, teilweise als Galgenhumor, aber hauptsächlich vor den Schäden zu warnen. Viele Provinzstraßen entstanden zwischen 1950 bis 1990 in Norwegen.
Die Provinz Troms will jetzt 100 Millionen Kronen für die Asphaltierung ausgeben. Das sind 25 Millionen mehr, wie geplant. Diesmal flickt das Straßenbauamt nicht nur die Löcher, sie legen neue Asphaltdecken auf, was dringend nötig ist.

Quelle: NRK

Keine Wasserflaschen im Gebirge – Imsdal Wasser nicht mehr im Verkauf

In einer Welt mit knappen Wasserressurcen und viel zu hohem Klimaausstoß, wollen die Wirte von der Gjendesheim Turisthytte in Vågå und das Norsk Fjellsenter in Lom nicht länger Flaschenwasser von Imsdal an ihre Gäste verkaufen. Die Gjendesheim Turisthytte kauft jährlich große Mengen industriell abgefülltes Flaschenwasser ein. Nun ist Schluss damit. In Zusammenarbeit mit dem Norsk Fjellsenter in Lom lanciert die Gjendesheim Turisthytte eine gute Neuheit für Natur und Umwelt. Sie haben 1000 Trinkflaschen gekauft und befüllen sie mit reinem Wasser aus dem Gebirge. Kilometerweit verfrachtete Wasserflaschen gelangen nicht mehr ins Gebirge. Kauft der Gast eine nachhaltige Flasche, kostet sie 150 Kronen; bei Rückgabe nach der Gebirgstour gibt es 140 Kronen zurück. „Dass wir dabei weniger verdienen, macht nichts. Geht es in Null aus, sind wir sehr zufrieden“, erklärt Marius Haugaløkken, der Wirt der Gjendesheim Turisthytte. Der Wasserhahn mit „reinem Gebirgswasser aus der Nähe“ eröffnet das Norsk Fjellsenter am kommenden Donnerstag offiziell. Das Motto für diese Aktion ist „reines Gebirgswasser – reines Gewissen“. Das ist einmalig im norwegischen Gebirge. „Ich glaube, wir sind die ersten. In anderen Regionen ist so eine Aktion bisher nicht bekannt“, sagte Haugaløkken.

Quelle: NRK

2 Kommentare zu „Snakk i Norge

  1. Die Sache mit dem Gebirgswasser ist echt klasse. Wahnsinn, dass die Menschen nicht an ihren Profit denken. Das beeindruckt mich. – In kurzer Hose und Hemd würde ich nicht einmal in Deutschland ins Gebirge gehen. Da hat man sich wohl im Vorfeld schlecht informiert. – Klasse, dass man an die Touristen denkt, die an den Aussichtspunkten auch etwas sehen möchten. – Sehr interessante Beiträge! LG Martina

  2. Da wirds Zeit neue Asphaltdecken zu machen, aber überall das selbe die wraten viel zu lange und dann kostet es viel mehr…
    mich erstaunt es dass die Bauern selbst Hand anlegen müssen aber dafür bekommen sie ja was auch..
    und wie es kalt wird so weit oben wenns Sommer ist in der Nacht ist auch gefährlich…. mal wieder interessant was so alles gibt in Norwegen!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Lieben Gruss Elke

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