Veröffentlicht in Sogn og Fjordane, Südnorwegen

Kongeveien – Früher und Heute

Viele nutzen ein langes Wochenende und gehen wandern. Ob das Tourziel der „Kongeveien“ durch das Hallingdal über das Gebirge zwischen Ost und West sein wird?
In den Jahren um 1890 stand in vielen ausländischen Reisebeschreibungen und Touristenbroschüren, dass die norwegischen Hauptstraßen die besten der Welt waren. Sie eigneten sich hervorragend für Pferd und Wagen. Der damalige Straßenbau war eine Herausforderung, was das Gelände betraf und zeichnete sich durch eine imponierende Ingenieurskunst aus. Dass die Straßen kurvig waren, spielte keine Rolle. Die Fahrten mit den Pferden erreichten nicht mehr als 10 Stundenkilometer. Damals legten die Pferdehalter viel Wert auf das Wohlergehen der Tiere. Ein Pferdewechsel fand in den damaligen Posthaltereien statt, die 10 bis 20 Kilometer auseinander waren. Das Reisen durch das Hallingdal vom oder zum Vestlandet war für viele Touristen eine Alternative zur Tour durch das Valdres. Die Fahrt verlief angenehm, aber dauerte entsprechend. 75 Kilometer waren eine Tagesreise. Der Reisende war 10 bis 12 Stunden inklusive Wechsel der Pferde unterwegs. Von Kristiania ( heutiges Oslo) nach Lærdal benötigten Touristen drei Tage. Um 1930 ersetzte das Auto immer mehr die Pferdekutschen. Die bis dahin hoch gepriesenen Straßen bezeichneten die Autofahrer als miserabel. Die Geschwindigkeit der Autos erforderte eine Anpassung der Straßen und unzählige enge Kurven eine Begradigung. Heute sind wir von Oslo nach Lærdal einen halben Tag unterwegs.

Quelle: Tilbakeblikk
Foto: Hallingdal, Nes kommune, Buskerud.
1890 Axel Lindahl, © Norsk Folkemuseum – 2010 Oskar Puschmann, NIBIO.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.