Veröffentlicht in Norwegische Landschaftsrouten, Troms

Norwegische Landschaftsrouten – Senja 3/18, 102 km

Für ihre Gestaltung der Norwegischen Landschaftsrouten schrieb das norwegische Straßenbauamt Wettbewerbe aus und engagierte Architekten, Künstler und Ingenieure. Ein Gestaltungsrat garantierte die architektonische Qualität der Rastplätze. So wurden die Haltepunkte zu Attraktionen. Sie fügen sich nicht nur durch ihre Form und ihr Material in die Landschaft ein, sie stellen auch Beziehungen zur Natur her.

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Senja ist die zweitgrößte Insel Norwegens und gehört zur Region Troms. Sie liegt 350 km nördlich des Polarkreises, hat aber durch den Golfstrom ein vergleichbar mildes Klima.
Die Insel ist im Süden durch den Tranøyfjord und den Solbergfjord, im Osten durch den Gisund von Festland getrennt. Im Norden trennt der Malangsfjord sie von der Insel Kvaløy. Die dem Meer zugewandte westliche Seite ist felsig und stark zerklüftet und durch typisch dramatische Fjordlandschaft geprägt. Die wenigen Fischerortschaften verstecken sich in geschützten Buchten oder auf Schären. Die dem Festland zugewandte Ostseite hat lieblichen Charakter und ermöglicht Land- und Waldwirtschaft.
Über die Gisundbrücke von Finnsnes vom Festland aus, nach Silsand ist Senja zu erreichen. Autofähren gibt es von Andenes, der Insel Andøya auf den Vesterålen, nach Gryllefjord (nur im Sommer). Von Brensholmen, der Insel Kvaløya, nach Botnhamn und von Harstad, der Insel Hinnøya auf den Vesterålen, nach Skrolsvik.
Die Fischerorte an der Nordwestküste (Husøy, Fjordgård, Senjahopen, Skaland) sind teilweise erst seit Mitte der 80er Jahre durch Tunnel an das Straßennetz angebunden

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Norwegen in Miniatur ist auf der Norwegischen Landschaftsroute Senja zu erleben. Sie führt durch den Norden des Eilandes und hat ihren Ausgangspunkt im 378-Einwohner-Örtchen Gryllefjord und endet in Botnhamn. Mit Abstechern nach Mefjordvær und Husøya hat sie eine Länge von 102 km. Die Autofahrt ist eine Reise durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft mit Fjorden, Bergen und lebendigen Dörfern in geschützter Lage zum offenen Meer. Das überwältigende Erlebnis entsteht hier durch die Nähe zum Meer.

Attraktionen entlang der Landschaftsroute

Bergsbotn

 

Location: Bergsbotn Copyright: ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

An der Küste von Senja, wo Himmel und Meer aufeinander treffen, schlängelt sich die Landschaftsroute durch das Bergland durch den Ort Bergsbotn. Dort öffnet sich der Horizont. Wem die Aussicht vom Parkplatz aus nicht genügt, der kann sich auf der 44 Meter lange Plattform der Natur noch ein Stück weiter nähern. In luftiger Höhe ist die Aussicht auf die umliegenden hohen Berge, den Bergsfjord und das dahinter liegende Meer überwältigend.
Architekt: Code arkitektur

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Tungeneset

 

Location: Tungeneset Copyright: ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Am äußersten Ende der Landzunge zwischen Steinfjord und Ersfjord befindet sich der Rastplatz Tungeneset. Der Besucher betritt vom Parkplatz aus einen Steg aus Sibirischer Lärche, der scheinbar schwebend zwischen Wasser und Felsen zu einem betonierten Picknickplatz am Fjord führt. Hier bietet sich dem Erholungssuchenden eine Aussicht auf das Gebirgsmassiv Okshornan mit seinen spitz zulaufenden Gipfeln (auf die Zähne des Teufels).
Architekt: Code arkitektur

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Ersfjordstranda

 

Location: Ersfjorden Copyright: ©Foto:Per Ritzler / Statens vegvesen

Am Ende des Ersfjords liegt der Ersfjordstrand mit seinem weißen, feinkörnigen Sand, der eher an ausländische Strände im Süden erinnert. Umgeben von spitzen, hohen Bergen zeigt sich Norwegen hier von seiner schönsten Seite. Das dreieckige Toilettengebäude mit vergoldeten Aluminiumschindeln umkleidet, ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Das Bauwerk lädt zu stilvollen Sitzungen inmitten des knallroten Inneren ein. Wer hier unterwegs ist, kann richtig stilvoll diese Toilette nutzen.
Architekt: Tupelo Arkitektur Landschaft: Østengen og Bergo AS

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Husøy

 

Location: Husøy Copyright: ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

Das Fischerörtchen Husøy liegt in einer malerischen Kulisse an der Ostseite des Øyfjord. Die kleine Insel ist über einen 300 m langen Damm zu erreichen. Erst um 1950 besiedelten Einwohner von Senja wieder das Dorf. Im Gegensatz zu anderen Orten Norwegens liegen in diesem Insel-Dorf die Häuser dicht gedrängt. Sie bieten gegenseitigen Schutz vor den Stürmen des nahen Nordatlantiks. Die ältesten Häuser zurren die Bewohner fest, aufgrund des starken Windes. Noch vor wenigen Jahren war es nur möglich, die Insel mit dem Boot zu erreichen. Jetzt ist Husøy durch eine Mole und einen Tunnel mit dem Festland verbunden.

Geschichte und Kultur entlang der Landschaftsroute

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Entlang dieser Route sind viele kleine Museen, geschützte Bauwerke, Denkmäler und archäologische Besonderheiten zu entdecken. In Botnhamn gibt es eine Reihe von Funden aus der Stein- und Eisenzeit und aus dem Mittelalter etwa um das Jahr 1000 n. Chr.

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Location: Senjatrollet Copyright: ©Foto: Jarle Wæhler / Statens vegvesen

 

Richtung Botnhamn erhebt sich mitten aus der Landschaft ein riesiger Troll. Es ist der Senja-Troll, 17 Meter groß mit seiner 14 Meter großen Frau, der hier im Trollpark Wache hält. Der Künstler Leif Rubach hat sich hier seinen Kindheitstraum erfüllt und einen Trollpark geschaffen mit einer Trollhöhle, die den Besuchern offen steht. Trolle und Norwegen gehören zusammen.

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Location: Mefjordvær Copyright: ©Foto: Werner Harstad / Statens vegvesen

Das Fischerdorf Mefjordvær bietet neben der tollen Aussicht auf die Bergkette Nordlandet einen Kulturerlebnispfad und beteiligte sich an dem Projekt “Fußspuren gen Norden ”. Er gibt einen Einblick in die etwa 6500-jährige Geschichte des Dorfes. Zu sehen sind Wohnstätten und Gräber aus der frühen Eisenzeit, wie z.B. Gårdshaugen.

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Quelle: Norwegische Landschaftsrouten

Beitragsbild:

Tourist route: Senja
Location: Gryllefjord
Copyright: ©Foto: Roger Ellingsen / Statens vegvesen
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