Veröffentlicht in Rogaland, Snakk i Norge, Sogn og Fjordane

Snakk i Norge

 

Ein Leben im Zelt

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In einem kleinen Waldstück entlang der Straße nach Ålgård, ist für Vorbeifahrende tagsüber ein Zelt zu sehen und nachts ein Lagerfeuer. Stine Filskov und Rune Hetlelid aus Stavanger versuchen ein Experiment. Sie wollen feststellen, wie lange sie ein Leben im Zelt aushalten. Sie verkauften ihr Hab und Gut. Bevor das Paar das Projekt in Gang setzen konnten, mussten sie bestimmte Forderungen der Kommune erfüllen. Eine davon war der Zugang zu sauberen Wasser. Sie fanden mehrere Grundstücke in der Kommune, erhielten nie eine Genehmigung dort zu wohnen. Dann erfüllte ein privates Grundstück alle Anforderungen. Dem Grundbesitzer Terje Edland gefiel sofort dieses Projekt. Er fand es spannend, dass Leute alles verkaufen und in einem Zelt wohnen wollen. Das war einmal etwas anderes und er wurde neugierig darauf. Selbst kann Edland sich nicht vorstellen, so zu wohnen. Es sieht wie eine Zelttour aus, für den, der hier vorbei kommt. Das Paar wohnt anderthalb Monate hier. Die Aussicht ist phantastisch, sie haben keine übliche Küche. Der Abwaschtisch besteht aus Ästen zwischen zwei Baumstämmen. Etwas umständlich, aber es ist schön, dass alles mehr Zeit benötigt. Das Toilettenproblem haben die Beiden mit einem Campingstuhl gelöst. Der Stuhl hat in der Mitte ein Loch. Dort legen sie einen Biobeutel hinein. Dann nur noch drauf setzen und die Aussicht genießen. Beide arbeiten Vollzeit. Stine ist Krankenschwester, Rune ist Prozeßingenieur. Sie pendelt mit dem Auto, er mit dem Fahrrad oder Bus, jeden Tag von dem Waldstück in Ålgård.
Leicht kommen einem die Gedanken, ob es eine Aufstand gegen das Leben ist, was wir heute leben. Der Wegwerfgesellschaft oder Konkurrenz um das größte Haus oder Auto. Das Paar hat diesen Anspruch nicht.
„Keine philosophischen Gedanken stehen dahinter. Wir nehmen es, wie es kommt.“, sagt Stine Filskov. „Es ist ein Experiment, wie lange wir es aushalten. Wir sind keine Menschen nach Maß.“, ergänzt Rune Hetlelid. Egal wie das Zelten über den Sommer ausgeht. Das Paar will nach Tanzania, um in einem Krankenhaus zu arbeiten.
Quelle: NRK

Ein Wikingerdorf sucht Wikinger

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Willst du wie ein Wikinger leben? Im Wikingerdorf „Njardarheimr“ in Gudvangen in Sogn sind 18 Gebäude fertig gestellt. Der Wikingerort wird in drei bis vier Jahren mit weiteren Gebäuden erweitert, vor allem mit einem Haupthaus von einer Länge von 36 Metern. Das Haus ist für Zeremonien und als Wirtshaus vorgesehen. Aber zunächst benötigen sie Wikinger. Hier soll eine Gemeinschaft entstehen, kein Museum. Viele Menschen aus Europa wollen Teil der Wikingergemeinschaft werden.100 haben sich beworben. Einige kommen für ein Wochenende, während andere mehrere Wochen an einem Stück in dem Wikingerort wohnen möchten. Erfahrungen mit Schmieden, Bogenschießen, Töpfern, Weben oder Sticken sind sehr gefragt.
Faszinierend ist, dass Personen aus unserer Gesellschaft Lust haben, ihre Freizeit damit zu verbringen, das alte Handwerk der Wikinger zu erlernen. Sie wollen 100 Prozentig sein, nicht nur in der Kleidung, auch der Geruch soll entsprechend sein. Es gibt keinen Mangel an Menschen, die wie vor tausend Jahren leben, wohnen und sich kleiden möchten. In dem Dorf gehen die Menschen dem Handwerk des alltäglichen Lebens nach. Der Ort soll eine funktionierende, lebhafte Gemeinschaft werden. Die Menschen genießen Mahlzeiten mit rohen Produkten, geschmacklich wie in der Wikingerzeit. Den Kaffee nach dem Essen gibt es nicht. In der Wikingerzeit kannten sie keinen Kaffee. Bis jetzt fand jedes Jahr eine Woche im Sommer ein Wikingermarkt in Gudvangen statt. Jetzt steht der Ort ab 31. Mai für jedermann, jeden Tag offen.
Besuche die Webseite

https://www.vikingvalley.no/aktivitetar/#explore-learn-section

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Quelle: NRK

2 Kommentare zu „Snakk i Norge

  1. Ein Leben im Zelt? Für mich wäre es ganz sicherlich nichts. Das weiß ich ganz genau und brauche es daher nicht zu probieren. Früher als Studenten haben wir natürlich auch gezeltet, aber es ist ganz etwas anderes mal für 3 Wochen am Meer im Zelt zu leben. Das ist kein Alltag.
    Ich bin wirklich gespannt, wie lange sie es aushalten, aber sicherlich ist es keine schlechte Vorbereitung auf Tanzania.
    Halte uns auf dem Laufenden, vielleicht hört und liest man ja noch mehr von den Beiden. Auf jeden Fall wünsche ich ihnen alles Gute und viel Erfolg in Tanzania (egal wie auch immer ihr Zeltprojekt ausgeht).
    LG
    Astrid

    1. Liebe Astrid, bin auch gespannt. Obwohl, mein Mann und ich gehen im Sommer ab und zu im Gebirge oder an Seen zelten.Ich genieße das sehr, weil ich bedient werde mit Essen. Abendessen und Frühstück schmecken da draußen besonders.Also ich entspanne dann total ohne Handy, nur Natur pur. Liebe Grüße Eva

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