Veröffentlicht in Akershus, Østfold, Perlen in Norwegen

Norwegens Perlen

Nordre Øyeren – größtes Flussdelta im Binnenland von Norwegen

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„Nordre Øyeren“ ist ein populäres Gebiet für viele Freizeitaktivitäten. Das große Flussdelta ermöglicht schöne Naturerlebnisse. In der Vogelwelt kommen die Ornithologen auf ihre Kosten. Das Angeln ist mit 24 Fischarten von Erfolg gekrönt. Diese einzigartige Natur bietet unendliche Motive zum Fotografieren von der Tier- und Pflanzenwelt.?

Der „Øyeren“ ist der neuntgrößte Binnensee Norwegens. Er befindet sich in den Kommunen Enebakk, Fet und Rælingen in Akershus und Trøgstad und Spydeberg in Østfold. Zu- und Abfluss ist die Glomma. Zusammen mit den Flüssen Leira und Nitelva bildet die Glomma das größte Binnendelta am nördlichen Ende des Sees; Teile dieses Feuchtgebiets „Nordre Øyeren“ ist ein einzigartiges Naturreservat mit seinen langen Landzungen, Inseln und ein Wirrwarr von alten und neuen Flussläufen. Dort wurden 24 verschiedene Fischarten, spannende Wasserpflanzen und ein vielfältiges Vogelleben registriert.

Die Flüsse führen enorme Mengen von Sand und Schlamm mit sich, den sie dort absetzen, wo die Flussläufe an Geschwindigkeit verlieren im großen Binnensee. Die Zufuhr von dem neuen Material bauen neue Inseln auf, gleichzeitig brechen andere Inseln zusammen und verschwinden. Die reißende Strömung bricht Kanten vom Ufer weg und legt sie in ruhigen Partien des Flusses ab. Die Landschaft des Deltas ist in ständiger Veränderung. Alte Karten zeigen eine mehr als hundert prozentige Zunahme an Landareal des Flussdeltas in der Periode zwischen 1875 und 1956. Der Binnensee hat seinen Namen wegen der vielen Inseln erhalten. „Øyeren“ kommt von dem altnorwegischen norrøne Øyir, daraus wurde Øyir (Insel).


Die speziellen Naturverhältnisse geben im Ursprung dem Pflanzen- und Tierleben einen eigenen Charakter. Der „Nordre Øyeren“ bietet zahlreichen Pflanzenarten Lebensraum. Es sind mehr als 325 Sumpf- und Wasserpflanzen registriert. Auf den Inseln wachsen Grauerlenwälder. Es gibt dort lokal reine Mandelweidenwälder. Nordre Øyeren wurde 1975 zum Naturreservat erklärt und 1992 mit dem „Sørumsneset“ erweitert. Das Reservat ist ca. 64 km2 groß. 1985 bekam das Gebiet formell den Status als Ramsar-Gebiet, dem die internationale Förderung und Erhaltung von Feuchtgebieten zum Schutz von Wat- und Wasservögeln zugrunde liegt.

Die Fischbestände im „Øyeren“ sind etwas Besonderes. Es gibt keinen Ort in Norwegen mit so vielen Fischarten. Nachweislich sind dort 25 Süßwasserfische vertreten, die in den Nischen des Sees leben. In den seichten Buchten leben Rotaugen, Aland, Barsche, Brassen und Hechte. In den offenen, Wind ausgesetzten Gebieten sind die in stehenden Gewässern dort vorkommende Arten Güster, Brassen, Ukelei, Kaulbarsch und Rotaugen. Außerhalb in dem kalten Wasser der Glomma halten sich Barsche, Rotaugen, Hasel, Äsche, Renke, Quappen, Kaulbarsch und Osmerus in der Tiefe südlich des Binnensee auf. Der Angler kommt hier auf seine Kosten und es ist nicht leicht zu bestimmen, was am Haken hängt. Der König unter den Fischarten ist der Zander. Sie haben ein Gewicht von drei bis vier Kilo,oft bis zu zehn Kilo. Im Mai/Juni wandern sie flußaufwärts, um zu laichen. Da ist das Angelglück hold. Vom Land aus wird dort geangelt und die Angler benutzen tote Ukelei als Köder.

Rund um den Binnensee leben alle norwegischen Amphibienarten, Moorfrösche, gewöhnliche Frösche, Kröten, sowie kleine und große Salamander. 26 verschiedene Krötenarten registrierten sie in dieser Gegend. Elche und Rotwild äsen in der üppig wachsenden Vegetation. In den Kanälen sind Bieber keine Seltenheit.

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„Nordre Øyeren“ ist ein bekanntes Vogelgebiet. Mehr als 260 Arten wurden observiert, 133 davon leben ausschließlich im Feuchtgebiet. Das Brüten im Delta ist wegen der großen Änderungen des Wasserstands selten. Im April/Mai und Juli bis Oktober ist das Flussdelta mit unterschiedlichen Zugvögeln, die im Feuchtgebiet ihren Lebensraum haben, bevölkert. Dort sind Tausende von Enten beisammen, am meisten sind Krickenten, Stockenten und Pfeifenten vertreten. Bei niedrigem Wasserstand entstehen große Wattflächen, die verschiedene Wattvögeln nutzen. Das Nahrungsangebot im Watt ist enorm. Über 100 000 Kleinsttiere einen Millimeter groß, besiedeln pro Quadratmeter Fläche das Watt. Fadenwürmer, Wenigborster und Zuckmücken machen 95 Prozent des Nahrungsangebotes aus. Im ganzen Sommerhalbjahr halten sich mehrere Fischadlerpaare im Flußdelta auf. Auch kommt vor, dass der schöne Eisvogel im Reservat brütet. In der eisfreien Winterzeit, überwintern bis zu 1500 Singschwäne in Øyeren. Dort ist für sie der wichtigste Überwinterungsort in Norwegen.

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Erreichbarkeit:
Entlang der Glomma gibt es die Wanderpfade Bingsfoss-Hammeren (7km)

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Infos darüber: http://kulturarv.no/de/node/301

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und Fetsund Lenser (5km), die sich westlich entlang der Glomma erstrecken.

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Entlang dem Nitelva erstreckt sich das Nitelva Erholungsgebiet 4 km entlang. Der Wanderweg läuft am Hochwasserwall entlang
Zwischen Leira und Svelle liegt die Landzunge „Tuentangen“, hier erstreckt sich der Wanderwege 2 km.
Flankiert von beiden Seiten der Deltaebene liegen die Halbinsel „Årnestangen“ (6 km) im Westen und „Gjørholmen“ (4 km) im Osten.
Speziell „Årnestangen“ ist für seinen Wanderweg beliebt. Ornithologen mit Teleskopen sind in der Zeit der Vogelzüge unterwegs. Ganz an der äußersten Landzunge an der Ostseite des Flußdeltas ist ein Vogelturm.
„Årnestangen“, erreichbar über den See:
Große und kleine Boote haben die Möglichkeit entlang von Årnestangen anzulegen von Storråka aus.
„Årnestangen“, erreichbar über dem Landweg:
Folge dem RV 120 die Abfahrt zur Leca Fabrik (Årnesveien), Parken im Årnesveien (linke Seite) ca. 100 Meter vor der Schranke. Das Parken auf dem Parkplatz nach der Schranke ist nicht erlaubt und die Schranke schließt ohne Vorankündigung. Der Bus 501 fährt von Oslo oder Lillestrøm bis zur Skovholt Bushaltestelle. Dann sind noch 1000 Meter zu gehen, bis der Wanderweg und das Reservat beginnt.
„Gjørholmen“, leicht zu erreichen mit dem Auto. Vom Fetveien (RV 22) bis Sundet, fährt am Rathaus und Ungdomsschule in Østersund vorbei. Bei der Riddersandschule (Jahrenveien) rechts fahren, vorbei an der Fet Kirche, dann der Straße bis zum Ende folgen, bis zu einem großen Parkplatz.
Bildmaterial

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Landschaftsbilder vom Nordere Øyeren

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http://oyeren.org/informasjon/bilder/landskap/

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Bilder von der Erholungsgebieten vom Nordere Øyeren

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http://oyeren.org/informasjon/bilder/friluftsomrader/

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Naturbilder vom Nordere Øyeren

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http://oyeren.org/informasjon/bilder/natur/

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Quelle: Naturperler, Øyeren. org

Flickr, Klima und Miljødepartement

Flickr, Geir Høibråten

Flickr,  chili 2040

Flickr, Hans Myhrfold

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