Veröffentlicht in Hedmark, Hordaland, Snakk i Norge, Südnorwegen

Snakk i Norge

Bau einer Hütte auf der „Trolltunga“ für 200 Gäste geplant

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Die Besucherzahlen der „Trolltunga“ soll in diesem Jahr die magische Zahl 100.000 passieren. Die Touristenvereinigung startete Pläne für den Bau einer Touristenhütte. Diese Hütte bietet bis zu 200 Betten zur Übernachtung an. Hoffentlich verhindert das Angebot die allermeisten Rettungsaktionen. Primär sind erschöpfte Touristen davon betroffen. Das Rote Kreuz ist sicher, Erholung und Regeneration hilft den Abstieg ohne Probleme zu bewältigen. Die „Trolltunga“ ist eine Steinformation. Sie steht horizontal außerhalb vom Gebirgszug rund 700 Meter über dem Ringedalssee in Skjeggedal im Tyssedal in der Odda Kommune in Hordaland. Von Skjeggedal aus geht es die ersten Kilometer direkt steil hinauf, in Treppenstufen, bevor die Tour weitere 10 Kilometer durch varierendes Gebirgsterrain führt. 4 bis 5 Stunden dauert der Hinweg zur Trolltunga. Die Besucherzahlen explodierten, nachdem „Tripadvisor“ 2012 die „Trolltunga“ als eines der spektakulärsten Tourziele betitelte. Das Hüttenprojekt ist mit über 50 Mio. Kronen veranschlagt. Das kann die Touristenvereinigung nicht alleine stemmen. Es ist wichtig, Zuschüsse und die Zusicherung vom Staat für dieses Projekt zu erhalten. Die Touristenvereinigung ist auf der Suche nach Investoren und größeren Akteuren, um die Finanzierung für den Bau der Hütte zu sichern.

Quelle: NRK

Bacalaoabenteuer im Gebirge

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In dem Gebirgsort Folldal, 280 km von der „Klippfischhauptstadt“ Ålesund, liegt Norwegens größte Bacalaofabrik. Sissel Opphaug zog von Oslo zurück in ihren Heimatort, um den Familienbetrieb zu übernehmen. Pro Tag produziert die Firma mit 14 Angestellten 2200 Packungen Bacalao. Im vergangenen Jahr gingen 380 Tonnen der Produktion von dem Betrieb im Gebirge überall ins Land. Sissel Opshaug hofft, die Produktion in diesem Jahr zwischen 450 und 500 Tonnen zu steigern. Von Jahr zu Jahr geht die Kurve nach oben. Das war nicht immer so. 2009 musste der Betrieb mit drei Angestellten aufgeben, nachdem der größte Abnehmer Konkurs ging. Vaters Lebenswerk war in Gefahr. Acht Jahre später zeigt Sissel Opshaug stolz ihren Betrieb, der früher ein Meierei für Brunost (Käsespezialität in Norwegen) war. Hier riecht es nicht nach Brunost, sondern der Geruch von Bacalao zieht durch das Gebäude. Der Klippfisch lagert in großen Wannen zum Wässern, bis sie ihn auswaschen. Im Eingangsbereich stehen große Paletten mit Zwiebeln. Einige Zutaten sind geheim. Noch mehr die Gewürzmischung. Die Angestellten achten sorgsam auf die Mischung der Zutaten, bevor sie auf das automatisierte Band in die wohl bekannten Plastikbecher von „Primar“ landen. Die Fabrik aus dem Gebirge hat mit allen bekannten norwegischen Lebensmittelketten Lieferverträge.

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Quelle: NRK

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Neue App soll vor Lawinenunglücke schützen

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Norwegens „Wasser- und Energie Ministerium“ lanciert eine neue App. Sie soll den Aufenthalt im Winter sicherer im Gebirge machen. Sie ist eine mobile Variante von der Nettside RegObs, für Beobachtungen von Naturgefahren ausgelegt. Die Daten dieser Seite benutzen die nationalen Warndienste. Sie ist zugänglich, um eigene Einschätzungen von unsicheren Gebirgsgebieten zu registrieren. Der Benutzer kann von überall Observierungen von Naturgefahren, wie Schnee, Eis, Wasser und Erde auf der Seite eintragen. Die größte Neuheit dieser App ist eine Kartenfunktion mit GPS. Sie zeigt die Steilheit des Geländes an und registrierte Meldungen von eingetragenen Gefahren. Um Lawinen zu entgehen, ist es wichtig, diese steilen Gebiete zu meiden. Deshalb soll die App ein Werkzeug sein, die Aufmerksamkeit auf steiles Gelände zu lenken, um sich keinen Lawinenunglücken auszusetzen.
Das Aussehen und Funktion der App hier:
https://www.nrk.no/troms/_-folk-skal-ikke-omkomme-i-snoskred-_–ny-app-skal-hjelpe-1.13436424

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Quelle: NRK

Strände in Südnorwegen sehen wie Müllplätze aus

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Jeden Tag treiben an der Küste von der Telemark zehntausende Plastikteile an die Strände. Das ist erschreckend, wieviel Müll dort landet. Zwei Jahre fand eine systematische Untersuchung durch Studenten der Hochschule in Bø in Kragerø, in Südostnorwegen, statt. Sie sammelten und sortierten am Strand von Rekevika all die angeschwemmten Plastikteile, um festzustellen, woher sie kamen. Der Hauptteil stammte vom Sørlandet. Meistens landet Bauabfall wie Isopor oder Isolierschaum am Strand. Eine Isolationsplatte kostet 60 Kronen. Falls sie im Meer landet, benötigt das Teil zwei Monate um an Land zu kommen und die Aufräumkosten belaufen sich auf über hunderttausend Kronen. Jeder Mensch muss sich diesem Problem bewusst werden, kein Plastik in die Natur zu werfen.

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Quelle: NRK

2 Kommentare zu „Snakk i Norge

  1. Liebe Eva,
    durch Deinen Blog lerne ich soooo viel über Norwegen, einfach toll!
    Die App, die vor Lawinenunglücken schützen soll, finde ich sehr nützlich. Endlich etwas wirklich Brauchbares und sogar Leben schützendes. Leider gibt so viele nutzlose und oft auch sinnlose Apps.
    LG
    Astrid

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