Veröffentlicht in Buskerud, Ge(er)lesenes aus Norwegen, Møre og Romsdal, Vestfold

Norwegens Landschaft von einst und jetzt!

Auf der norwegischen Webside «Tilbakeblikk.no – norske landskap i endring»  findet man eine große Sammlung älterer, norwegischer Landschaftsbilder, daneben werden neu fotografierte Bilder der Gegenwart gezeigt, aufgenommen an genau demselben Ort und mit dem gleichen Ausschnitt, von unterschiedlichen Zeitperioden und von verschiedenen Landesteilen. Die Zeitspannen varieren von 125 bis 2 Jahren und man kann feststellen, die Landschaft hat sich sehr langsam oder ganz schnell verändert.
Zielsetzung für dieses Fotoprojekt „Tilbakeblikk “ ist,  die norwegische Landschaft in ihrer Entwicklung zu zeigen. Die Landschaft und ihre Änderungen sollen bewußt machen und dazu beitragen darüber nachzudenken,  wie unterschiedliche Nutzung die Landschaft  formt.
Die Idee und Initiative  zu wiederholten, systematischen Landschaftsmotiven kommen von der Organisation für Landschaft vom Norwegischen Institut für Bioøkonomi  (NIBO) mit Oskar Puschmann und Wenche Dramstadt an der Spitze, die das Projekt leiten.

Solche Gegenüberstellungen von einst und heute faszinieren unglaublich und sollen ab und zu auf meinem Blog zu sehen sein.

Zuerst möchte ich Fotos von der Stadt Ålesund gegenüberstellen, einmal das historische Foto von Anders Beer Wilse von 1902 und das Foto der Gegenwart von dem Fotografen Oskar Puschmann, dass er 2011 aufnahm.

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Ålesund (1902-2011): Am 23. Januar 1904 war ein schlimmes Unwetter. Eins der äußeren gegen Meer und Sturm gelegenen Häuser begann zu brennen.  Der kräftige Wind  führte die Flammen von Haus zu Haus. Die ganze Stadt brannte beinahe 16 Stunden. 850  Häuser gingen verloren und ca. 10.000 Menschen wurden Obdachlos.  Aber im Laufe von 3 bis 4 Jahren entstand Älesund neu aus der Asche, wie man die Stadt heute kennt: eine der prächtigsten Städte der Welt im Jugendstil.  (Foto: Anders Beer Wilse & Oskar Puschmann)

Die nächsten Gegenüberstellungen zeigen eine Zentrumsentwicklung

1926-2014. Zentrumsentwicklung, Svelvik Kommune,  Vestvold: Svelvik in Vestfold wuchs aufgrund seiner funktionellen Lage. Beim Svelvikstrom, einem 200 Meter schmalen Sund zwischen dem innneren und äußeren Teil des Drammrnsfjord, entstand in der Zeit der Segelschiffe ein kleiner eisfreier Winterhafen für die Stadt Drammen. Der Ort wurde 1845 zum Hafenhandelsgebiet und erhielt 1998 Stadtstatus. Dass die Ortschaft auch im 19. Jahrhundert wuchs, zeigt das Bild. Besonders die zentrumsnahen Wiesen und Felder wurden bebaut. Foto: Anders Beer Wilse & Oskar Puschmann

Diese beiden Fotos zeigen einen Gebirgsweg, damals noch unbefestigt,  heute ausgebaut:

1940-2008 Pferdetrieb zwischen Geilo und Skurdalen, Hol, Buskerud: Der Fotograf Wilse nannte dieses Bild ganz einfach „Geilo, Pferdetrieb“. Für die Haltung von Pferden wurden gerne im Frühjahr einzelne Tiere gekauft, im Sommer auf gute Gebirgsweiden gebracht und im Herbst auf verschiedenen Märkten verkauft. Für die Vierbeiner ging es oft vom Westen nach Osten. Heute sind die Pferdebetriebe Geschichte, nach einigen Jahren wurde der Straßenverkehr aufeinmal zur ganzjährigen  Nutzung aufgerüstet. Mit ganz anderen Pferdekräften sausen wir über das Gebirge,  genauso häufig kann man ein anderes Produkt des Wohlstands unserer Zeit erblicken; nämlich unzählige Ferienhäuser.
Foto: Anders Beer Wilse & Oskar Puschmann

Quelle: Tilbakeblikk

 

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